Informationen zum Coronavirus

Wir informieren dich laufend über die Entwicklung bzgl. Coronavirus. Hier gibt es alle Beiträge zum Nachlesen und weiter unten zum Nachhören.

Empfehlung des Bundesrates:

Bleiben Sie zu Hause, insbesondere, wenn Sie krank sind oder 65 Jahre alt oder älter sind. Es sei denn, Sie müssen zur Arbeit gehen und können nicht von zu Hause ausarbeiten; es sei denn, Sie müssen zum Arzt oder zur Apotheke gehen; es sei denn, Sie müssen Lebensmittel einkaufen oder jemandem helfen.

Der Bundesrat und die Schweiz zählen auf Sie!

Und auch unser Team zählt auf eure Mithilfe!

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Bundesrat hat per Notrecht einschneidende Massnahmen für die ganze Schweiz verordnet. Diese gelten bis mindestens 26. April.
  • Schulen, Non-Food-Läden, Restaurants, Bars, Museen, Skigebiete und weitere Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe bleiben geschlossen. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte und Gesundheitseinrichtungen.
  • Auf eine komplette Ausgangssperre wird vorläufig verzichtet. Gruppen mit mehr als 5 Personen sind verboten.
     

10. April

Der Bund hat Ernährungstipps für die wegen der Coronavirus-Pandemie daheim festsitzenden Menschen veröffentlicht. Die Beamten schlagen drei Mahlzeiten sowie fünf Portionen Früchte und Gemüse am Tag vor, den Verzicht auf Fertigprodukte und am Tisch zu essen. Eine ausgewogene Mahlzeit könne beispielsweise aus einer Karotte, einem Stück Gurke, Vollkornnudeln und zwei mit Reibkäse bestreuten Spiegeleiern sowie einer Frucht zum Dessert bestehen, heisst es in den offiziellen Empfehlungen.

Der Osterverkehr in Richtung Süden hält sich in Grenzen. Am Freitag war vor dem Gotthard-Nordportal laut Viasuisse kein Stau zu verzeichnen.

Die grösste Rückholaktion für Schweizer Reisende aus dem Ausland geht weiter: Am Karfreitag sind je eine Maschine aus Indien sowie aus Costa Rica und Guatemala in Zürich gelandet, mit insgesamt rund 500 Personen an Bord.

Der Zentralvorstand von Swiss Table Tennis hat entschieden, die laufenden Tischtennis-Meisterschaften auf Stufe Nationalliga und Regionalliga abzubrechen. Der Spielbetrieb war infolge der Coronavirus-Pandemie seit dem 13. März unterbrochen.

 

Beiträge zum Coronavirus

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    Hier gibt es mehr Informationen zum Coronavirus zum Nachlesen: 

     

    9. April

    Lehrabschlussprüfungen können in diesem Jahr trotz der Coronapandemie stattfinden. Bei praktischen Prüfungen müssen die Empfehlungen des Bundes eingehalten werden. Auf schulische Prüfungen wird jedoch verzichtet, stattdessen zählen die Erfahrungsnoten. Darauf haben sich die Akteure in der Berufsbildung an einem Spitzentreffen geeinigt.

    Auch der Bundesrat geht über Ostern nur kurz nach draussen: "Diese Ostern sind anders - bleiben Sie zu Hause" lautet das Motto einer Videobotschaft. Er werde die Festtage zu Hause in Bursins VD verbringen, sagt Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Justizministerin Karin Keller-Sutter will kochen und backen oder ein Buch lesen, das liegen geblieben sei. Auch Alain Berset setzt auf die Lektüre eines Buches. Verteidigungsministerin Viola Amherd wird einen Spaziergang oder eine Velofahrt unternehmen. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga will nach eigenen Angaben am Ostersonntag ihrer Mutter übers Telefon auf dem Klavier vorspielen.

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    8. April

    Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus werden um eine Woche bis am 26. April verlängert. Danach sollen sie aber schrittweise und vorsichtig gelockert werden. Das hat der Bundesrat beschlossen. Wie genau die Lockerung aussieht, wird erst nächste Woche entschieden. Das Tempo werde von der Entwicklung der Epidemie bestimmt, sagte Alain Berset. Das Licht am Ende des Tunnels werde sichtbar. Umso wichtiger sei es jetzt durchzuhalten.

    Der Bundesrat prüft zudem Staatshilfen für die durch die Corona-Krise gebeutelte Luftfahrt-Industrie. Es gälten aber strenge Bedingungen: "Das Geld für die Luftfahrt muss in der Schweiz bleiben", sagte Simonetta Sommaruga. Die Schweizer Regierung möchte insbesondere die Landesflughäfen sowie die Fluggesellschaften vor einem Aus retten. Es gehe um 190'000 Arbeitsplätze.

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    7. April

    Der grösste Teil der Bevölkerung hat die Corona-Massnahmen verstanden, so das Fazit der kantonalen Polizeikommandanten nach dem letzten Wochenende. Es werde auf Ostern hin keine weiträumigen Strassenschliessungen geben. Allerdings wird am Gotthard-Strassentunnel kontrolliert. Waren- und Berufsverkehr sowie Personen mit Wohnsitz im Tessin könnten weiterfahren. Die übrigen Verkehrsteilnehmer erhalten einen Flyer. Danach könnten sie selber entscheiden, ob sie umkehren oder weiterfahren wollten. 

    Obwohl die bestätigten Neuansteckungen täglich leicht zurückgehen, weist die Schweiz weiterhin eine der höchsten Inzidenzen in Europa auf, schreibt das BAG. Das Problem sei noch längst nicht gelöst.

    Urlaub gestrichen: Die Armeeangehörigen bleiben über die Osterfeiertage in den Kasernen. 

    Das Universitätsspital Zürich hat in zwei Turnhallen der Kantonsschule Rämibühl ein Notspital für Covid-19-Patienten eingerichtet. Es bietet Platz für 60 Erkrankte.

    Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson ist nach Regierungsangaben stabil. Johnson hatte die Nacht auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses verbracht. 
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    6. April

    In der Schweiz ist die Zahl der Covid-19-Infektionen innerhalb eines Tages um 552 auf 21'652 Fälle gestiegen. Die Kantone meldeten 746 Tote, 70 mehr als am Vortag. Weltweit gibt es mittlerweile über 70'000 Tote.

    Am Wochenende verzeichnete die Stadtpolizei Zürich rund 200 Einsätze im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. 50 Personen wurden gebüsst. Meistens handelte es sich um Meldungen über zu grosse Gruppen oder zu kleine Abstände.

    Die Schweizerische Post hat wegen des Coronavirus eine Spezial-Briefmarke lanciert. Der Verkaufserlös werde der Glückskette und dem Schweizerischen Roten Kreuz gespendet, teilte die Post mit. 

    Österreichs Regierung hat schon mal festgelegt, was unter anderen Ländern auch der Schweiz bevorstehen dürfte. Profisport vor Zuschauern wird in Österreich bis Ende Juni nicht stattfinden. Gleichzeitig kündigt Österreich eine Lockerung der Corona-Massnahmen an: bereits nach Ostern sollen erste Geschäfte wieder offen sein dürfen.

    Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Coronavirus-Erkrankung vorsorglich ins Spital gebracht worden. 

    Ein Tiger in einem Zoo in New York hat sich mit dem Coronavirus infiziert. 

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    4. April

    Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt konstant um rund 1000 Personen pro Tag. Der Höhepunkt sei noch nicht erreicht, heisst es beim Bundesamt für Gesundheit BAG. Für eine Lockerung der Massnahmen sei es viel zu früh.

    Trotz Mehrarbeit in den Spitälern warnt das BAG davor, Notfälle aus Angst vor einer Ansteckung nicht behandeln zu lassen. Auch Kinderkliniken sollten nicht gemieden werden. Wenn ein Kind krank sei, brauche es Hilfe. Zudem seien Babys und Kleinkinder am wenigsten von schweren Coronafolgen betroffen. Auch Impfungen sollten nicht verschoben werden.

    Das schöne Samstag-Wetter liess offenbar viele die Corona-Verhaltensregeln vergessen. Bei der Kantonspolizei St. Gallen sind rund 40 Meldungen eingegangen, weil die Leute in Gruppen oder mit zu wenig Abstand unterwegs waren. In vielen Fällen stellte sich vor Ort heraus, dass keine Intervention nötig war. Wie Hanspeter Krüsi von der Kantonspolizei St. Gallen gegenüber Radio Zürisee sagte, waren aber auch ernsthafte Verstösse dabei, die verzeigt werden: „In einem Restaurant wurden Gäste bewirtet. Bei der Kontrolle haben sich sogar zwei Gäste im WC versteckt. Bei einem Take-Away-Restaurant hatte es Tische und Leute im Freien. Auch da mussten wir eingreifen. Ausserdem wurde ein offenes Solarium sanktioniert und sehr viele Selbstbedienungs-Autowaschanlagen mussten geschlossen werden“.

    Die Zürcher Kantonspolizei zieht dagegen zum Samstag eine positive Bilanz – zumindest tagsüber. Rund ein Dutzend Meldungen gingen ein, heisst es auf Anfrage. Interventionen waren keine nötig. In der Nacht davor mussten noch mehrere Partys aufgelöst und Bussen ausgestellt werden.

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    3. April

    Fast 20'000 Coronavirus-Infizierte, 605 Tote - und ein schönes Wochenende vor der Tür. Gesundheitsminister Alain Berset appellierte noch einmal eindringlich, zu Hause zu bleiben. Die Wirtschaftshilfe wird um 20 Milliarden Franken aufgestockt.

    Das schöne Wetter und die Ostertage machen dem Gesundheitsminister aber offensichtlich Sorgen. Das Schlimmste wäre nun, dass sich viele Menschen auf Reisen begeben oder sich in grösseren Gruppen im Freien aufhalten würden, sagte er. Es gelte, zu Hause zu bleiben, Distanz zu wahren und die Hygieneregeln zu beachten.

    Rasch reagiert hat der Bundesrat auf den enormen Kapitalhunger der Unternehmen. Bis am Donnerstag waren über 76'000 Überbrückungskredite an KMU vergeben worden, wie Finanzminister Ueli Maurer sagte. Damit das Geld nicht ausgeht und die Unternehmen liquide bleiben, hat der Bundesrat den Verpflichtungskredit von 20 auf 40 Milliarden Franken verdoppelt.

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    2. April

    Ab sofort sollen im Kanton Zürich alle Patientinnen und Patienten, die neu ins Spital kommen, auf das Coronavirus getestet werden. Auch wenn sie keine entsprechenden Symptome haben. Bund und Kantone begrüssen diesen Schritt. In Zürich sind bis Donnerstagabend 36 Personen an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Sie waren zwischen 65 und 97 Jahre alt, wie die Gesundheitsdirektion mitteilte. 

    Mittlerweile gibt Kurzarbeits-Gesuche für 1,2 Millionen Erwerbstätige von rund 100'000 Firmen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 2,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen ist laut Bund um 26'000 Personen angewachsen.

    Die Rückholaktion des Aussendepartementes von Schweizern im Ausland dauert an. Bisher hat der Bund mit 13 Flügen aus Lateinamerika, Afrika und Asien rund 2000 Schweizerinnen und Schweizer zurückgebracht. Tausende weitere Personen warten noch darauf.

    Eine Kellnerin aus der Schweiz soll die Coronavirus-"Patientin null" von Ischgl sein. Sie ist gemäss österreichischen Angaben am 5. Februar in Ischgl erkrankt, allerdings nur mit leichten Symptomen. Die Patientin sei gesund, melden die österreichischen Gesundheitsbehörden.

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    1. April

    Ein Medikament gegen das Coronavirus könnte innerhalb eines Jahres auf dem Markt sein, noch vor einem Impfstoff. Die Pharmaindustrie konzentriere sich auf Medikamente, die bereits gegen Aids oder Ebola eingesetzt werden, teilt der Konzern Vifor Pharma mit.

    Die Swiss hat bis auf weiteres Kurzarbeit für die gesamte Belegschaft von über 9'500 Angestellten beantragt.

    Ein 13 Jahre alter Knabe ist in London an der Lungenerkrankung Covid-19 gestorben. Er soll das bisher jüngste Opfer der Pandemie ohne bekannte Vorerkrankungen in Grossbritannien sein.

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    31. März

    Die Zahl der in der Schweiz nachgewiesenen Covid-19-Infektionen ist innerhalb eines Tages um 701 Fälle auf 16'176 gestiegen, meldet das Bundesamt für Gesundheit BAG.

    Im Zürcher Universitätsspital liegen aktuell 35 Patientinnen und Patienten mit Covid-19, davon 15 auf der Intensivstation. Männer sind deutlich häufiger von einem schweren Verlauf betroffen als Frauen. Das Unispital hofft, dass die Corona-Infizierten ab dieser Woche mit dem Ebola-Medikament Remdesivir behandelt werden können. Es gebe keine saubere Studie darüber, dass dieses Medikament wirklich helfe, aber es sei eine Hoffnung, heisst es in einer Mitteilung.

    In ganz Italien sind die Fahnen heute auf halbmast gehisst worden. Im Rahmen der Initiative "Vereint in der Trauer und in der gegenseitigen Unterstützung", die von der Arbeitnehmervereinigung ANCI gestartet wurde.

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    30. März

    Die Zahl der Covid-19-Erkrankungen in der Schweiz und in Liechtenstein steigt weiter. Laut Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gibt es 15'475 laborbestätigte Fälle, 1201 mehr als am Vortag. 295 Menschen starben bisher.

    Zur Bewältigung der Coronakrise haben Banken in der Schweiz bereits rund 31'850 Kredite gesprochen. Damit ist etwa ein Drittel der 20 Milliarden Franken vergeben worden, die KMU in Form von Bürgschaften zur Bewältigung der Corona-Krise zur Verfügung gestellt werden.

    Die Post dünnt ihren Service aus - weniger und langsamer: Die Post muss aus Personalmangel und wegen verschärfter Hygienevorschriften Abstriche an ihrem Service machen. Das heisst: einzelne Filialen werden kürzere Öffnungszeiten haben, und die Paketzustellung dauert länger.

    5600 Armeeangehörige sind zur Unterstützung der zivilen Behörden einsatzbereit. Tatsächlich im Einsatz sind bisher nur gut 1500. Auch die Armee ist vom Coronavirus betroffen. Nach Angaben des Militär gibt es 128 Infektionen. 

    Jetzt kann das Geld für die Zürcher Wirtschaft fliessen: Der Kantonsrat hat das Hilfspaket offiziell genehmigt, mit 137 Ja- zu 0 Nein-Stimmen bei 1 Enthaltung. Die Sitzung fand in der Messehalle statt, mit viel Abstand zwischen den Tischen und ohne Kaffeepause, damit sich niemand zu nahe kam. Für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern steht nun - zusätzlich zum Hilfspaket des Bundes - eine Kreditausfallgarantie von 425 Millionen Franken bereit. 15 Millionen Franken liegen bereit, um Selbständige zu unterstützen.

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    29. März

    Die SBB fahren ab sofort nicht mehr nach Italien.
    Alle Züge werden auf Anordnung der italienischen Regierung an den Grenzbahnhöfen gewendet.
    Unterdessen steigt die Zahl der Corona-Infizierten in der Schweiz um 1100 auf über 14'300 Erkrankten.
    257 Personen sind am Virus gestorben.

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    27. März 

    Der Zürcher Kantonsrat wird am Montag zum ersten Mal in der Messehalle in Oerlikon tagen. Wichtigstes Traktandum ist das Hilfspaket der Regierung in der Höhe von 500 Millionen Franken. Für einmal sind sich alle einig: Es soll schnell umgesetzt werden.

    Im Kanton Zürich sind zwei weitere Personen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf elf. Die Verstorbenen waren zwischen 75 und 97 Jahre alt.

    Die Stadt Zürich will schnelle und unbürokratische Hilfe für Selbständige und Kleinstunternehmen bieten: Sie bietet Nothilfe für die Zeit, bis das Geld von Bund und Kanton kommt.

    Ab heute hilft das Militär bei der Grenzsicherung mit. Die Armeeangehörigen arbeiten in verschiedenen Bereichen. Darunter fallen etwa Sicherungsaufgaben beim Personenverkehr, Unterstützung bei der Verkehrsregelung sowie die Überwachung von Grenzübergängen und Geländeabschnitten. Das Militärpersonal vollzieht seinen Dienst bewaffnet.

    Der FC Barcelona hat wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie dem Team und vielen Mitarbeitern die Arbeitszeit und damit den Lohn gekürzt. Laut spanischem Recht können Unternehmen im Falle höherer Gewalt zu solchen Mitteln greifen. Zuvor hatte der Verein mit den Profis um Superstar Lionel Messi keine Einigung über eine freiwillige Lohnkürzung erzielen können. 

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    26. März Abend

    National- und Ständerat kommen in der Woche ab dem 4. Mai 2020 zu einer Sondersession zusammen. Entschieden werden soll über die Notmassnahmen des Bundesrats, insbesondere über die Nachtragskredite in Milliardenhöhe.

    Aktuelle Zahlen: Über 10'000 Krankheitsfälle wurden bestätigt. 170 Menschen sind bisher gestorben.

    Das Universitätsspital Zürich rüstet im Kampf gegen Corona auf. Nun wurde ein zusätzlicher Sauerstofftank installiert, um einen möglichen Patientenansturm bewältigen zu können. 

    Durch die Ausgangsbeschränkungen des Bundes und dem empfohlenen Homeoffice sind auf den Autobahnen in den letzten Tagen gut 30 Prozent weniger Fahrzeuge unterwegs gewesen als sonst.

    Ein bisschen Hoffnung: In Italien ist ein über Hundertjähriger nach einer Coronavirus-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden.

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    26. März Mittag 

    Die Zürcher Kantonspolizei hat erneut einen Schutzmasken-Wucher aufgedeckt. Eine 21-jährige Schweizerin aus Zürich-Altstetten bot Masken für 10 Franken pro Stück an. Normalerweise kosten diese 50 Rappen. Die Frau wurde verhaftet.

    Der Kanton Zürich vereinfacht die Gymi-Eintritte: An dem Maturitätsschulen werden mehrere Aufnahmeprüfungen nicht stattfinden können. Zudem wird an den Mittelschulen die Leistungsbeurteilung ausgesetzt, ausser in den Fächern, die für die Abschlusszeugnisse massgebend sind, teilen der Regierungs- und Bildungsrat mit. 

    Der öffentliche Verkehr ist um weitere Zug- und Postautostrecken ausgedünnt worden. Es war der dritte Schritt der Reduktion, der von der SBB und Postauto Schweiz angekündigt wurde. Eine weiter Frequenzreduktion ist laut SBB zu erwarten. 

    Die Coronavirus-Pandemie führt zu grossen wirtschaftlichen Schäden. Bei den Unternehmen sei der Umsatz jetzt schon um ein Fünftel eingebrochen, wie aus einer Umfrage des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse hervorgeht.

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    25. März Nachmittag

    Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz steigt auf 9765 bestätigte Fälle, das sind 929 mehr als noch vor 24 Stunden. Gesundheitsminister Alain Berset spricht von einem "erwarteten Anstieg", es sei keine Explosion. Er lobt zudem die "hervorragende Zusammenarbeit im gesamten Land". Obwohl sich die Lage von Kanton zu Kanton unterscheide, zögen alle am gleichen Strick. "Wir werden bald die Zahl von 10'000 Tests pro 1 Million Einwohner erreichen", sagte Berset. Damit gehöre die Schweiz zu einem der Länder, wo am meisten getestet werde. 

    Der Bundesrat hat weitere Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen beschlossen. Sie betreffen die Stellenmeldepflicht, die Arbeitslosenversicherung, die Kurzarbeitsentschädigung und die berufliche Vorsorge, also die Pensionskasse. Konkret erhalten anspruchsberechtigte Arbeitslose zusätzlich 120 Taggelder. Mit dieser Ausweitung will der Bundesrat Aussteuerungen vermeiden. Weiter hat der Bundesrat die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit von drei auf sechs Monate verlängert. So sollen weniger Gesuche eingereicht werden und das Bewilligungsverfahren beschleunigt werden. Die Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit wird aufgehoben.

    Die in Winterthur für den 17. Mai geplante Abstimmung über den "Bedarfsgerechten Ausbau der Schulsozialarbeit" findet nicht statt. Der Stadtrat hat beschlossen, den Termin wegen der Corona-Krise zu verschieben.

    Auch der Kanton Glarus wappnet sich auf die Folgen der Corona-Krise für die Bevölkerung. Die Regierung rechnet aufgrund von Expertenberichten mit einem Anstieg der Fälle von Häuslicher Gewalt. Dies, weil die Menschen aufgrund der Schutzmassnahmen mehr als gewohnt daheim sind. Die Opferberatung der Sozialen Dienste Kanton Glarus bietet Hilfe an und hat gemäss Mitteilung unter anderem ein Sorgentelefon lanciert.

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    25. März Mittag

    Roger Federer will in der Corona-Krise helfen. «Mirka und ich haben persönlich beschlossen, eine Million Schweizer Franken für die am stärksten gefährdeten Familien in der Schweiz zu spenden. Unser Beitrag ist nur ein Anfang», schreibt der Tennisstar auf Instagram. «Wir hoffen, dass sich andere anschliessen, um noch mehr bedürftige Familien zu unterstützen. Gemeinsam können wir diese Krise überwinden! Bleibt gesund!» 

    Der Detailhändler Migros und die Altersstiftung Pro Senectute haben einen temporären Lieferdienst für Menschen der Risikogruppe lanciert. Wer zuhause isoliert ist, kann sich Lebensmittel gratis nach Hause bringen lassen. Als Überbringer der Waren fungieren gesunde Freiwillige, die gerne Nachbarschaftshilfe leisten. 

    Ein wichtiger Zufluchtsort für Opfer von häuslicher Gewalt ist vorübergehend geschlossen: Eine Bewohnerin des Frauenhauses Violetta in Zürich ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit wird das Frauenhaus zur Quarantäne-Station.

    Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der 71-Jährige leidet an leichten Symptomen, teilt der Palast mit.

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    24. März Nachmittag

    Das Internationale Olympische Komitee IOC und Japan verlegen Sommerspiele in Tokio auf 2021. Trotz der Olympia-Verschiebung bleibt es bei dem Namen Tokio 2020. Ausserdem wurde vereinbart, dass die Olympische Flamme in Japan bleibt. Die Olympischen Spiele sollen in diesen unruhigen Zeiten als "Leuchtfeuer der Hoffnung für die Welt stehen".

    Der Bund will eine Flut von Klagen im Miet- und Vermietwesen verhindern. Er empfiehlt den Partien, miteinander zu reden. Wirtschaftsminister Guy Parmelin setzt zudem eine Taskforce ein, um rasche Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Am Tisch sitzen Vermieter- und Mieterorganisationen, Kantone und Städte.

    Das erste Flugzeug im Rahmen der grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz ist am Flughafen Zürich gelandet. Die Maschine war in San José in Costa Rica gestartet. Die Heimgekehrten müssen nun zehn Tage in Quarantäne. Weitere Landungen von Rückholflügen erwartet das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in den nächsten Tagen aus Kolumbien und Peru.

    3000 Armeeangehörige haben sich freiwillig für einen Einsatz im Kampf gegen das Coronavirus gemeldet. Eingesetzt werden können laut Armee jedoch nur 100 Freiwillige.

    Und das Wallis setzt ein Zeichen: Im Auftrag von Zermatt beleuchtet der Lichtkünstler Gerry Hofstetter täglich zwischen Sonnenuntergang und 23 Uhr das Matterhorn - als Zeichen der Hoffnung und der Solidarität in der Corona-Krise.

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    24. März Mittag

    Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz nimmt weiter rasch zu. Aktuell gibt es 8836 bestätigte Fälle. Das sind 776 mehr als noch vor 24 Stunden. Mindestens 86 Personen sind verstorben, meldet das Bundesamt für Gesundheit.

    An einer Medienkonferenz um 14 Uhr informiert der Bund über die neusten Entwicklungen zur Corona-Krise. Ein Thema dürften die Mieten von Geschäftsläden sein.

    Per Twitter hat der Bund die Bevölkerung zum Spenden von Schutzmasken aufgerufen. Wer zu Hause zu viele Masken vorrätig hat, könnte diese an verschiedene Gesundheitseinrichtungen abgeben, beispielsweise an lokale Pflege- und Altersheime. Schutzmasken sind seit Wochen und weltweit ein rares Gut.

    In Spanien ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf fast 2700 gestiegen. Innert eines Tages starben über 500 Patienten. Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Zahl der Ansteckungen und die Zahl der Toten in Italien derweil seit Sonntag leicht gefallen. Es sei aber noch zu früh, um von einem Wendepunkt zu sprechen. Weltweit seien die Zahlen seit Montag weiter sprunghaft gestiegen.

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    23. März Nachmittag

    Die Stadtpolizei Zürich warnt im Zusammenhang mit dem Coronavirus vor Betrügern. Diese denken sich verschiedene Geschichten aus, um die aussergewöhnliche Lage schamlos auszunutzen. Sie erklärten beispielsweise in den vergangenen Tagen älteren Menschen, dass sie die nötigen Einkäufe für sie erledigen würden. Die Betrüger verlangten einen Einkaufszettel und Bargeld, liessen sich aber nie wieder blicken. Bei einer anderen Betrugsmasche erschienen die Täter mit Mundschutz an der Haustür und gaben an, sie seien von einem Amt beauftragt, die Wohnung zu desinfizieren. Die Betroffenen schöpften jedoch Verdacht und liessen die Fremden nicht in die Wohnung. Die Stadtpolizei warnt eindringlich davor, dass Betrüger auch Notsituationen ausnützen, um an Bargeld oder Wertgegenstände zu kommen.

    Das Angebot im öffentlichen Verkehr wird landesweit ausgedünnt: Die Nachfrage ist bei den SBB bis zu 80 Prozent gesunken. Die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) berichteten von "markant weniger" Fahrgästen. Der Bushof Uster hätte am Montagmorgen "beinahe einem Sonntagmorgen geglichen", sagte ein Mediensprecher. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) stellen ihren Fahrplan erst am kommenden Montag um.

    Der Winterthurer Stadtrat hat erste Sofortmassnahmen beschlossen, um die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern. So ist die Stadt beispielsweise bei der Rechnungsstellung kulant. Bis Ende Juli gilt ein Mahnstopp. Ausgenommen davon sind Steuerforderungen. Für diese gelten bereits spezielle Anordnungen des Kantons.

    Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. 

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    23. März Mittag

    Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz steigt weiter rasant an: Am Montagmittag gab es bereits 8060 bestätigte Fälle, das sind 1046 mehr als noch vor 24 Stunden, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Mindestens 66 Personen sind verstorben.

    Der Schweizerische Gewerkschaftsbund hat alle Kundgebungen und Versammlungen zum Tag der Arbeit am 1. Mai abgesagt. Aktuell gehe es darum, die Gesundheit aller zu schützen, schreibt der Gewerkschaftsbund. 

    Wegen des Coronavirus hat der Bund die ausserdienstliche Schiesspflicht für das laufende Jahr sistiert. Das «Obligatorische» ist dieses Jahr freiwillig.

    Der Ausverkauf an der Börse geht weiter: Die Gewinne der letzten Wochen sind bereits zum Handelsstart wieder weg. Der SMI verlor am Morgen um über 3,2 Prozent. 

    Im Kampf gegen die Pandemie gelten rund um den Globus inzwischen für mehr als eine Milliarde Menschen Ausgangssperren oder Ausgangsbeschränkungen. Weltweit schränkten mittlerweile mehr als 50 Länder und Gebiete die Bewegungsfreiheit ihrer Bürger ein.

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    22. März Nachmittag

    In der Schweiz gibt es über 7000 Corona-Fälle. 60 Menschen starben.

    Am Flughafen Zürich werden heute Sonntag 72 Langstreckenflüge mit zurückkehrenden Schweizern erwartet. Bei der Ankunft gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen, ein Grossteil ist abgeriegelt. Angehörige sind angewiesen, die Heimkehrer erst im Parkhaus oder bei der Bahnstation zu treffen.

    Bei Eishockey-Nationalmannschaftsdirektor Lars Weibel herrscht nach der Absage der WM in Zürich und Lausanne eine gewisse Leere, er hofft aber, dass das Turnier im kommenden Jahr in der Schweiz stattfinden wird.

    Deutschland verschärft die Massnahmen und verbietet Ansammlungen von mehr als zwei Personen. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

    Papst Franziskus hat alle Christen zu einem gemeinsamen Gebet für ein Ende der Corona-Pandemie aufgerufen und als grosse Ausnahme den Sondersegen «Urbi et Orbi» angekündigt. Am kommenden Mittwoch um 12 Uhr sollten alle gemeinsam das «Vaterunser» sprechen, sagte der Papst in Rom.

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    22. März Vormittag

    Der Kanton Schwyz wählt heute Sonntag seine Regierung und sein Parlament neu. Der Wahlsonntag wird wegen der Corona-Pandemie weitgehend virtuell ablaufen: ein Wahlzentrum, an dem jeweils Parteivertreter, Kandidierende und Medien dem Resultat entgegenfiebern, wird es nicht geben. Wahlfeste sind nicht erlaubt.

    Der Grossteil der Bevölkerung hält sich an die Vorschriften des Bundesrats zur Bekämpfung des Coronavirus. Doch es gibt auch schwarze Schafe. Die Polizei hat letzte Woche schweizweit noch zu oft einschreiten müssen, meldet der Sonntagsblick.

    Das Tessin verschärft die Massnahmen erneut und macht seine Industriebetriebe dicht.

    Weltweit gibt es mittlerweile über 300'000 Corona-Infizierte - 13'000 Menschen starben an der Lungenkrankheit.

    In den Quarantäne-Gebieten verbessert sich laut Wissenschaftlern die Luftqualität. Weniger Schadstoffe in der Luft melden Norditalien und Spanien. In China, wo sich die Luftqualität zunächst ebenfalls verbessert hat, steigen die Emissionen nach dem Ende der Ausgangssperren jedoch wieder an. 

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    21. März Nachmittag

    Die Zahl der Coronafälle nimmt weiter stark zu, noch immer halten sich nicht alle an die Appelle des Behörden - und doch haben die Experten des Bundes Hoffnung auf Besserung. Wenn sich alle an die Regeln hielten, könnte die Epidemiekurve bald abflachen, heisst es beim BAG.

    Die Eishockey-Weltmeisterschaft in Zürich und Lausanne ist definitiv abgesagt. Das hat der internationale Verband (IIHF) bekanntgegeben. Das Turnier kann in Folge der Ausbreitung des Coronavirus nicht stattfinden.

    Das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich passt seinen Betrieb an. Dies soll der Sicherung der Grundversorgung dienen. Alle Fahrzeugprüfungen, Nachkontrollen und Schiffsprüfungen sind abgesagt. Bereits seit letzter Woche eingestellt sind alle Theorie- und Führerprüfungen.


    Offener Brief von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga: 

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

    Unser Leben hat sich über Nacht verändert. Schulen, Kinos und Läden sind geschlossen, Veranstaltungen verboten. Ältere und kranke Menschen bleiben zuhause. Viele Berufstätige arbeiten von daheim aus. Im Büro oder auf der Strasse kommen wir uns nicht näher als zwei Meter. Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind draussen verboten.

    Diese Regeln sind wichtig. Denn sie retten Leben. Darum müssen wir sie unbedingt einhalten. Nur so können wir Ansteckungen vermeiden und die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamen. Und das ist jetzt entscheidend. Wenn sich das Virus zu schnell verbreitet, sind die Intensivstationen in unseren Spitälern überlastet. Die Folgen können verheerend sein. Jetzt kommt es auf uns alle an.

    Die Opferzahlen in der Schweiz steigen. Das tut weh. Bund, Kantone und Gemeinden arbeiten Tag und Nacht an Lösungen. Es ist aber wie so häufig in unserem Land: Es braucht die Bevölkerung.

    Wir, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben es in der Hand. Im Namen des Bundesrats rufe ich Sie deshalb auf: Bleiben Sie daheim, wenn Sie älter als 65 oder krank sind. Bleiben Sie auf Distanz zu anderen Menschen. So helfen Sie sich. Und so helfen Sie den anderen.

    Die Behörden lassen die Bevölkerung nicht allein. Wir kümmern uns um Betriebe und Arbeitsplätze. Der Bundesrat hilft Unternehmen, Angestellten und Freischaffenden, die um ihre Existenz kämpfen. Er sorgt dafür, dass Löhne bezahlt werden können und Firmen Kredite erhalten. Mehr als 40 Milliarden Franken stehen ab sofort zur Verfügung, rasch und unbürokratisch.

    Ein riesengrosses Dankeschön! Nicht alle Menschen können zu Hause bleiben. Wir brauchen das Gesundheitspersonal, die Pöstler, die Verkäuferinnen, die Lastwagenfahrer, Bus-Chauffeure, unsere Bäuerinnen und Bauern, die Armeeangehörigen: Sie schauen, dass die Versorgung auch weiterhin funktioniert. Ihnen gebührt ein riesengrosses Dankeschön!

    Genau das hat die Schweiz immer ausgezeichnet. Wenn es darauf ankommt, sind wir mehr als 26 Kantone und 8,5 Millionen Menschen. Wir sind ein Land. Und wir sind füreinander da.

    Ihre

    Simonetta Sommaruga

    Bundespräsidentin

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    21. März Mittag

    Die Stadt Zürich sperrt das ganze Seebecken. In den Pärken und am Seeufer kam es immer wieder zu Menschenansammlungen und die Abstandsregeln sind nicht eingehalten worden. Unter anderem abgesperrt sind ganze Seeufer, das Utoquai, das Zürichhorn, das Mythenquai, der Obere Letten sowie die Bäckeranlage.

    Roger Federer unterstützt Bundesrat Alain Bersets Social-Media-Challenge: "Wir müssen das unglaublich ernst nehmen", sagt der Tennisstar auf Instagram. Berset hat gestern den Hashtag #soschützenwiruns" lanciert und unter anderem Prominente aufgefordert, den Aufruf zu teilen.

    Das EDA holt 630 blockierte Schweizer Touristen in Peru und Kolumbien mit zwei Charterflügen nach Hause. Das Aussendepartement geht davon aus, dass sich derzeit immer noch mehrere 10'000 Schweizer Reisende im Ausland befinden.

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    20. März Nachmittag

    Der Bundesrat verzichtet vorerst auf eine allgemeine Ausgangssperre. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat er aber die Kontaktregeln verschärft. Gruppen über fünf Personen sind verboten und es drohen Bussen.

    Die Kantone werden angewiesen, in den Lebensmittelläden und Betrieben die Hygienevorschriften durchzusetzen. Jene, die sich nicht daran halten, werden geschlossen.

    Ausserdem unterstützt der Bundesrat die Wirtschaft in der Coronakrise zusätzlich mit 32 Milliarden Franken. Insgesamt stehen damit über 40 Milliarden Franken zur Verfügung.

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    20. März Mittag 

    Der Bundesrat informiert am Nachmittag wieder über die Corona-Krise. Im Raum stehen diverse Möglichkeiten - der Tagesanzeiger berichtet vorab schon mal von einem 30-Milliarden-Notpaket, das Wirtschaftsminister Guy Parmelin vorschlagen will.

    Die Zürcher Gerichte verlängern ihre Zwangspause wegen der Corona-Krise. Am Zürcher Obergericht, den Bezirksgerichten und den Friedensrichterämtern werden nun vorerst bis zum 26. April keine Prozesse durchgeführt. Davon ausgenommen sind dringliche Verfahren, die aus rechtlichen oder anderen Gründen keinen Aufschub erlauben.

    Im Kanton Wallis ist eine vierte Person nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Mit einem Alter von 84 Jahren gehörte sie einer Risikogruppe an, wie die Behörden mitteilen. Die Zahl der Menschen, die in der Schweiz den Folgen der Viruserkrankung erlegen sind, ist damit nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf 40 gestiegen.

    Die Glarner Kantonalbank GLKB reagiert auf die aktuelle Corona-Krise.Sie stellt per sofort und unkompliziert 15 Millionen Franken zur Verfügung, zur Überbrückung von Liquiditäts-engpässen für kleine und mittlere Unternehmen. Die finanziellen Überbrückungen sollten überlebens-fähigen Unternehmen helfen, die Corona-krise zu überstehen.

    Der Baukonzern Implenia sorgt sich um seine Mitarbeitenden und schränkt daher den Betrieb auf seinen Baustellen in mehreren Ländern ein. Manche Baustellen würden geschlossen, teilt Implenia heute mit. Aufgrund der behördlich verordneten Massnamen komme es deshalb in der Schweiz, Deutschland, Frankreich sowie in Österreich zu Einschränkungen im Baustellenbetrieb.

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    19. März Mittag

    Coop, Migros und Co. beschränken die Anzahl Kunden in ihren Geschäften. Pro zehn Quadratmeter Ladenfläche soll nur noch eine Kundin oder ein Kunde einkaufen dürfen. Das hat der Detailhandel auf Geheiss des Bundesamtes für Gesundheit BAG entschieden. Um die Vorgabe einzuhalten, werden Angestellte an den Eingängen die Kunden zählen und ihnen den Eintritt verwehren, wenn die Obergrenze erreicht ist.

    Im Kanton St. Gallen gibt es bereits 1700 Gesuche für Kurzarbeit. Zum Vergleich: Im Februar hatten noch 31 Betriebe Kurzarbeit angemeldet.

    China meldet derweil erstmals keine inländischen Corona-Neuinfektionen. Stimmen die Angaben, wäre das ein grosser Erfolg, der darauf hindeuten könnte, dass die strengen Abschottungsmassnahmen in der Volksrepublik funktioniert haben.

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    18. März Nachmittag

    Wegen Hamsterkäufen rationiert der Bundesrat Medikamente, darunter die gängigsten Schmerzmittel und fiebersenkenden Mittel. Die Massnahme soll sicherstellen, dass wirklich diejenigen Leute die Medikamente bekommen, die sie auch brauchen.

    Die eidgenössische Abstimmung vom 17. Mai ist auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden. Der Kanton Zürich weiss noch nicht, ob er die kantonale Abstimmung absagt oder nicht. Vors Volk kämen Änderungen am Zusatzleistungsgesetz und am Strassengesetz. Bei der Stadt Zürich hat man sich bereits entschieden. Die Abstimmung wird abgesagt. Damit werden die Stadtzürcher erst zu einem späteren Zeitpunkt über das Hardturm-Stadion entscheiden können.

    Hunderte Reisende aus der Schweiz sitzen derzeit irgendwo im Ausland fest. Die Reisebüros tun ihr Möglichstes, um die Heimreise von Kunden zu organisieren. Die Helpline des EDA erhält täglich über 1000 Anrufe.

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    17. März Nachmittag

    Die Fussball-Europameisterschaft 2020 wird wegen des Coronavirus verschoben. Das Turnier soll nun vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Dies hat das UEFA-Exekutivkomitee nach mehrere Krisensitzungen entschieden. 

    Rund 2‘650 Personen sind in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein bisher positiv auf das Coronavirus getestet worden. Diese Zahl gab Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit an einer Medienkonferenz in Bern bekannt. 19 Menschen sind bis jetzt in der Schweiz am Coronavirus gestorben. Die Ausbreitungswelle sei noch zu beeinflussen, allerdings sei dies nur gemeinsam möglich.

    Das Aussendepartement hat mit der Rückführung von gestrandeten Schweizer Touristen aus Marokko begonnen. Mehrere hundert Schweizer sitzen in Marokko fest. Fünf Flugzeuge könnten heute von der Schweiz nach Marokko fliegen, hiess es vom EDA. Gleichzeitig wurde der Aufruf an Schweizer im Ausland wiederholt, raschmöglichst die Heimreise anzutreten.

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    17. März Mittag

    Der Kanton Glarus hat die Landsgemeinde auf den 6. September verschoben und die Näfelser Fahrt abgesagt. Trotz Absage der Näfelser Fahrt bleibt der Tag ein Feiertag und damit arbeitsfrei, wie der Glarner Regierungsrat mitteilt.

    Im Kanton Zürich sind bis Dienstagvormittag 294 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind 24 mehr als am Vortag, wie die Gesundheitsdirektion mitteilt.

    Der Reiseveranstalter Hotelplan streicht wegen der Coronavirus-Krise alle Pauschalreisen bis zum 19. April. Auch Buchungen für Ferienwohnungen werden annulliert. Der Reiseveranstalter TUI Suisse hat wie sein Mutterkonzern schon gestern Abend den Reisebetrieb vorerst bis und mit 27. März unterbrochen. Auch DER Touristik Suisse mit der Marke Kuoni setzt die Reisen bis dahin aus. Hotelplan hielt zunächst am Reiseprogramm fest, hat nun aber auch die Reissleine gezogen.

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    16. März Abend

    Der Bundesrat hat zur Eindämmung des Coronavirus den Notstand erklärt. Es kommt zur grössten Truppen-Mobilmachung seit dem Zweiten Weltkrieg. Ab Mitternacht sind alle Veranstaltungen verboten. Alle Geschäfte ausser Lebensmittelläden oder Gesundheitseinrichtungen müssen schliessen.Die Massnahmen gelten bis mindestens 19. April.

    "Es muss jetzt ein Ruck durch das Land", betonte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Die drastischen Massnahmen seien "im Interesse von uns allen". Jede und jeder Einzelne müsse sich daran halten. Wenn es keine Reaktion gebe, wenn zu viele Menschen erkrankten, komme es in den Spitälern zu einem Engpass.

    Der Bundesrat sei zum Schluss gekommen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei, die "ausserordentliche Lage" auszurufen, sagte Alain Berset. Damit hat der Bundesrat die alleinige Entscheidungskompetenz und kann per Notverordnung ohne Zustimmung des Parlaments für das ganze Land alle notwendigen Massnahmen anordnen. Die Umsetzung obliegt den Kantonen.

    Ab Mitternacht sind öffentliche und private Veranstaltungen verboten. Alle Läden ausser Lebensmittelgeschäfte, Märkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe werden geschlossen. Das gilt auch für Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzert- und Theaterhäuser, Sportzentren, Schwimmbäder und Skigebiete. Ebenso werden Betriebe geschlossen, in denen das Abstandhalten nicht eingehalten werden kann, etwa Coiffeursalons oder Kosmetikstudios.

    Lebensmittelläden, Take-aways, Betriebskantinen, Lieferdienste für Mahlzeiten und Apotheken blieben geöffnet, ebenso Tankstellen, Bahnhöfe, Banken, Poststellen, Hotels, die öffentliche Verwaltung und soziale Einrichtungen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Waren des täglichen Gebrauchs sei sichergestellt, es seien genügend Vorräte angelegt, versichert der Bundesrat. Er rief die Bevölkerung auf, keine Hamsterkäufe zu tätigen.

    Zur Unterstützung ziviler Behörden bietet der Bundesrat auch die Armee auf. Es ist die grösste Mobilmachung seit dem Zweiten Weltkrieg, wie Verteidigungsministerin Viola Amherd sagte. Die zivilen Strukturen funktionierten noch gut. Doch die Zahl der Erkrankungen steige. Neu können bis Ende Juni bis zu 8000 Armeeangehörige für den Assistenzdienst eingesetzt werden. Die Armeeangehörigen werden unter anderem für Pflege, Überwachung, bei Sanitätstransporten oder der Spitallogistik eingesetzt. Zudem wird die Armee bei Bedarf logistische Aufgaben wie Transporte und Mithilfe beim Aufbau von improvisierter Infrastruktur übernehmen.

    Darüber hinaus hat der Bundesrat auch die Massnahmen an den Grenzen verschärft. Nach Italien gilt auch gegenüber Deutschland, Österreich und Frankreich ein Einreiseverbot. Ausnahmen gibt es für Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, Personen mit einem Aufenthaltstitel und Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen. Auch der Transit- und der Warenverkehr bleibt erlaubt. 

    Bei Bedarf will der Bundesrat weitere Massnahmen verhängen. Als nächste Stufe könnte der Bundesrat die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung weiter einschränken, zum Beispiel mit einer Ausgangssperre.

    Ab Donnerstag wird das Angebot des öffentlichen Verkehrs schrittweise reduziert, wie SBB, Postauto und dem Bundesamt für Verkehr mitteilten. Die Grundversorgung sei gewährleistet, es werde jedoch zu Ausfällen, Verspätungen und Anschlussbrüchen kommen. Reisende sollen vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan konsultieren. 

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    16. März Mittag

    Nach der Absage des Zürcher Sechseläutens haben die Verantwortlichen entschieden, dass die Zünfter auch nicht im kleinen Kreis feiern sollen. Sie raten von Feiern in Zunfthäusern ab, auch wenn weniger als 50 Leute dabei sein sollten. Wie die Organisatoren mitteilten, soll der Gastauftritt des Kantons Uri wenn möglich im kommenden Jahr nachgeholt werden. Der für 2021 geplante Auftritt des Kantons Appenzell Ausserrhoden müsste dann zwangsläufig auf 2022 verschoben werden. Erste positive Gespräche seien bereits geführt worden.

    In der Schweiz haben mittlerweile fünf Kantone um Unterstützung durch die Armee gebeten. Derzeit lägen Anfragen der Kantone Tessin, Graubünden, der beiden Basel und Thurgau vor, wie Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Diese Gesuche würden nun bearbeitet - die Lage ändere sich von Minute zu Minute. Angesichts der Coronavirus-Pandemie rücken heute rund 3-hundert Angehörige des Spitalbataillons 5 für Hilfseinsätze in den Kantonen ein.

    Sechs Kantone haben mittlerweile das öffentliche Leben drastisch eingeschränkt, sei es durch Ausrufung der Notlage oder andere Massnahmen. Gaststätten und Verkaufsstätten bleiben geschlossen, sofern sie nicht der Grundversorgung dienen. Nach dem Tessin und den Kantonen Basel-Land, Jura, Neuenburg und Graubünden ist heute Morgen auch noch Genf dazugekommen.

    Angesichts der rasanten Zunahme der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist der Bundesrat am Sonntagabend zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Dabei habe er unter anderem die Wirkung der am Freitag getroffenen Massnahmen analysiert, schreibt Bundesratssprecher André Simonazzi auf Twitter. Voraussichtlich am Nachmittag informiert der Bundesrat nun über das weitere Vorgehen - im Raum steht die Ausrufung des nationalen Notstands.

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    15. März

    Im Tessin ist eine weitere Person an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Nach Angaben des kantonalen Führungsstabs hat das Opfer der Risikogruppe angehört. Damit steigt die Opferzahl im Tessin auf sechs und in der Schweiz auf 14.

    Dominique Blanc, der Zentralpräsident des Schweizerischen Fussballverbandes SFV, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 70-jährige Blanc liess sich testen, nachdem er Halsschmerzen und einen leichten Husten verspürt hatte. Er befindet sich laut SFV in häuslicher Quarantäne. Er fühle sich zurzeit einigermassen wohl, er spüre einzig leichte Grippesymptome.

    Das österreichische Aussenministerium hat wegen der Coronavirus-Epidemie eine Reisewarnung für die Schweiz erlassen. Das Nachbarland ruft seine Landsleute zur Rückreise auf. Der Flug- und Zugverkehr in die Schweiz wird ab Montagabend um Mitternacht eingestellt, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA mitteilte.Frankreich und Spanien haben angesichts der Corona-Krise die Massnahmen weiter verschärft. Frankreich hat die Schliessung aller Restaurants und Bars verfügt, zudem wird der Fernverkehr im Land nun schrittweise reduziert. In Spanien hat die Regierung einen zweiwöchigen sogenannten Alarmzustand verhängt. Dieser schränkt die Bewegungsfreiheit im Land drastisch ein. Spanien ist mit über 6'000 Fällen eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder der Welt.

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    14. März Nachmittag

    Die Zahl der Coronafälle in der Schweiz steigt auf rund 1400 - 13 Menschen starben.

    Die St. Galler Regierung hat über die Massnahmen informiert. Besuche in Spitälern, Alters- und Pflegheimen werden eingeschränkt. Damit wolle man die Risikogruppen schützen, teilt die Regierung mit. Gleichzeitig arbeiten die Schulen daran, die Kinderbetreuung trotz Schulschliessungen sicherzustellen. Auch würden Massnahmen geprüft, wie den Firmen geholfen werden kann. 

    Knies Kinderzoo verschiebt aus Rücksicht auf die Risikogruppen den Saisonstart um einen Monat auf 1. Mai. Jucker Farm schliesst im Juckerhof in Seegräben und im Bächlihof in Jona die Gastronomie - nur die Hofläden bleiben offen. 

    Schweizweit ist es am Samstag in den Einkaufsläden zu Hamsterkäufen gekommen. Teils wurden ganze Regale leergeräumt. Coop, Migros und Aldi versichern aber, dass es keine Lieferengpässe gibt. 

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    14. März Morgen

    Die einschneidenden Massnahmen des Bundes als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie werden von den Zeitungskommentatoren begrüsst. Die Weisungen seien richtig und wichtig und kämen auf keinen Fall zu früh, lautet der Tenor. Gleichzeitig wird nun an die Verantwortung eines jeden Einzelnen appelliert.

    Auch die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft ZSG zieht Konsequenzen: Wegen der Einstellung des touristischen Verkehrs in der Schweiz stellt die ZSG bis zum 26. April den Schiffsverkehr auf Zürichsee und Limmat ein, wie es in einer Mitteilung heisst. Nicht betroffen ist der Shuttle-Verkehr Thalwil – Erlenbach – Küsnacht und Wädenswil – Männedorf – Stäfa, dieser fährt weiterhin fahrplanmässig.

    Cyber-Kriminelle versuchen derzeit, von der Corona-Krise zu profitieren. Davor warnt die Melde- und Analyse-stelle Informationssicherung MELANI auf Twitter. Demnach verschicken die Kriminellen E-Mails, die vorgeben vom Bundesamt für Gesundheit zu stammen und Auskunft über aktuelle Zahlen zur Verbreitung des Coronavirus in der Schweiz zu geben. Als Anhang wird eine Excel-Liste mit dem Namen "list.xlsx" angezeigt. Wird das Mail geöffnet, infiziert es den entsprechenden Computer mit der Schadsoftware "AgentTesla". MELANI rät deshalb zu Vorsicht - solche E-Mails sollten keinesfalls geöffnet werden.

    Der Weltfussball-Verband FIFA empfiehlt alle für März und April angesetzten Länderspiele zu verschieben. Zudem müssten die Klubs in diesen beiden Monaten ihre Spieler nicht für Nationalteams abstellen, teilt die FIFA mit.

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    13. März Nachmittag

    Einschneidende Corona-Massnahmen
    Der Bundesrat hat ein Massnahmenpaket zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. Alle Schulen in der Schweiz werden bis zum 4. April geschlossen. In Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten. Bis Ende April werden alle Veranstaltungen ab 100 Personen verboten. Der Bundesrat greift auch der Wirtschaft unter die Arme. Er hat 10 Milliarden Franken Soforthilfe bewilligt.

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    12. März Nachmittag

    Zwei weitere Tote in der Schweiz
    Im Kanton Tessin sind in den vergangenen 24 Stunden zwei weitere Menschen wegen des neuen Coronavirus gestorben. Das hat der kantonale Krisenstab mitgeteilt. Beide Verstorbenen waren über 80-jährig und hatten bereits an Krankheiten gelitten. Insgesamt sind in der Schweiz bisher sechs Personen an der Covid-19-Erkrankung verstorben. Landesweit gab es am Donnerstagmittag 815 bestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. 43 waren noch nicht bestätigt. 

    Absage Tonhalle-Aufführungen 
    Ein Mitglied des Zürcher Tonhalle-Orchesters ist mit dem Coronavirus infiziert. Die Tonhalle sagt deshalb alle Konzerte bis 5. April ab. Betroffen sind die Konzertveranstaltungen in der Tonhalle Maag, der Johanneskirche am Limmatplatz und im GZ Affoltern, wie die Tonhalle auf ihrer Website schrieb. Bereits gekaufte Billette werden rückerstattet. 

    Auch Zürcher Gemeinderat tagt in Messe
    Nach dem Zürcher Kantonsrat hat auch der Gemeinderat der Stadt Zürich beschlossen, wegen des Coronavirus in einer Messehalle zu tagen. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier sollen so genügend Abstand zueinander halten können. Wie das Kantonsparlament wird auch der Gemeinderat die Halle 7 der Messe Zürich nutzen. Dadurch würden sich wesentliche Synergien ergeben, schreibt der Gemeinderat. Die Sitzung von gestern Mittwoch war wegen der Ansteckungsgefahr abgesagt worden.

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    12. März Morgen

    Die Eishockey-Meisterschaft in der Schweiz wird abgebrochen
    Die Klub-Chefs haben heute an einer Telefonkonferenz entschieden, dass es definitiv keine Playoffs gibt. Ob die Eishockey-WM ab dem 8. Mai in Zürich und Lausanne durchgeführt wird, soll bis spätestens am 15. April entschieden werden.

    Country-Music-Festival in Zürich wird abgebrochen
    Wegen des möglichen Notstands in der Schweiz, wird der Event im Albisgüetli zwei Wochen früher beendet als geplant.

    Der Notstand wird wahrscheinlich vom Tessin auf die ganze Schweiz ausgeweitet.
    Wie Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit gegenüber SRF sagt, müssen vor allem die Risikopersonen besonders geschützt werden. Theater, Kinos oder Fitnesscenter würden geschlossen bleiben, Bars und Restaurant stark eingeschränkt. Der Bund entscheidet demnächst.

    Im Tessin ist der Notstand ausgerufen worden. Restaurants und Bars sind massiv eingeschränkt.
    Theater, Kinos und auch Fitness-Center bleiben geschlossen.

    Europäer dürfen nicht mehr in die USA einreisen.
    Ab Freitagabend (13.3.2020) verhängt die US-Regierung einen 30-tägigen Einreisestopp für Europäer.

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    11. März

    Viertes Todesopfer in der Schweiz
    Ein 54-Jähriger ist im Baselbieter Bruderholzspital an den Folgen von Covid-19 gestorben. Der im Baselbiet wohnhafte Patient war seit dem 3. März wegen einer Lungenentzündung im Spital behandelt worden. Der Mann litt bereits vor seiner Ansteckung an mehreren chronischen Erkrankungen.

    Swiss streicht Flüge von und nach Italien
    Die Swiss nimmt zusammen mit ihrer Mutter Lufthansa weitere Einschnitte vor. Bis Anfang April werden alle Flüge von und nach Italien ausgesetzt. Betroffen sind rund 90 wöchentliche Verbindungen von Zürich nach Mailand, Rom, Venedig, Florenz, Neapel und Brindisi. Ausserdem werden weitere europäische Ziele vorübergehend ausgesetzt, darunter Stuttgart, Nürnberg und Bordeaux.

    Teilweise Grenzschliessungen im Tessin
    Ab sofort wird im Tessin der Grenzverkehr aus Italien auf die grösseren Grenzübergänge kanalisiert. An neun kleineren Grenzübergängen werden die bereits installierten Barrieren geschlossen. Diese Massnahme erfolgt, um dem Monitoringauftrag der Schweiz im Zuge der italienischen Dekrete vom 8. und 9. März 2020 besser gerecht zu werden.

    Kurzarbeit wird erleichtert
    Mit vielen Branchen finden Gespräche statt, um Anträge zur Kurzarbeit zu erleichtern. Diese sei ausserordentlich nützlich und stehe aktuell im Fordergrund. Die Anfragen kamen hauptsächlich aus der Unterhaltungs-, Kultur-, Sport- und Reisebranche.

    SBB streicht Verbindungen nach Italien
    Auf Wunsch des italienischen Anbieters Trenitalia ergreift die SBB sofortmassnahmen und verkürzt gemeinsame Verbindungen. Züge, die via Mailand nach Venedig verkehren, fahren ab sofort nur noch bis nach Mailand. Ab morgen verkehren zudem andere Verbindungen zwischen der Schweiz und Mailand nur noch bis Chiasso, respektive Brig. Betroffen ist ein Drittel aller Verbindungen, dies vorerst bis am 5. April.

    Prostitutionsverbot wegen Corona?
    Zürcher EVP-Kantonsräte regen zumindest ein vorübergehendes Verbot des Sexgewerbes an. Social Distancing sei in Verrichtungsboxen und in Bordellen nicht möglich, so ihre Begründung.

    Reduktion der Wirtschaftsprognose
    Die UBS-Ökonomen rechnen für die Schweiz für das laufende Jahr noch mit einem BIP-Wachstum von 0,7 Prozent statt wie bisher 1,1 Prozent. Sie gehen in einem Basisszenario davon aus, dass die Ausbreitung des Corona-Virus global und in der Schweiz begrenzt werden kann. Die Schweizer Wirtschaft nimmt demnach aber zumindest im ersten Semester 2020 Schaden.

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    10. März

    Drittes Corona-Opfer in der Schweiz
    Im Tessin stirbt ein 80jähriger Mann am Corona-Virus. Der Rentner lebte in einem Altersheim in Medrisio und hat bereits an anderen Krankheiten gelitten

    Ganz Italien ist von der Regierung zur Sperrzone erklärt worden
    Die Bewegungsfreiheit von 60 Millionen Menschen in Italien ist somit stark eingeschränkt. Die Menschen dürfen nur zur Arbeit und zum Einkaufen gehen und müssen sonst zuhause bleiben.

    Im Kanton Glarus werden die Konfirmationen verschoben
    Für den Kirchenrat der evangelisch-reformierten Landeskirche ist das Risiko einer Ansteckung momentan zu gross.

    Die SVP des Kantons St. Gallen fordert von der Regierung Massnahmen gegen wirtschaftliche Schäden durch das Corona-Virus. Das Gewerbe müsse geschützt und unterstützt werden, heisst es in einem Vorstoss

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    9. März Nachmittag

    In der Schweiz gibt es Stand Montagmittag 312 bestätigte Coronavirus-Infektionen - das sind 31 mehr als am Vortag. Bei 62 weiteren Fällen steht laut BAG die Bestätigung durch das Referenzlabor in Genf noch aus.

    Fälle gemeldet wurden bislang aus 20 der 26 Kantone der Schweiz sowie dem Fürstentum Liechtenstein. Die meisten Coronavirus-Fälle gibt es aus dem Kanton Waadt (49).

    Weltweit gibt es mittlerweile über 110'000 bestätigte Ansteckungen in mehr als 100 Ländern. Mehr als 3'800 Menschen sind bisher an der Infektion gestorben. Über 61'000 Personen haben die Krankheit überstanden und sind wieder gesund.

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    9. März Morgen

    • Kanton Zürich vertieft Massnahmen gegen Coronavirus
    • Ab sofort dürfen alle Zürcher Listenspitäler und Aerzte Virus-Tests durchführen
    • Zürcher Gesundheits-Direktorin Natalie Rickli rechnet mit Todesopfern durch das Corona-Virus
    • Bis jetzt gibt es im Kanton Zürich 40 Infizierte, fast 900 Personen wurden getestet

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    8. März Nachmittag

    Das Corona-Virus fordert in der Schweiz ein zweites Todesopfer. Es handelt sich um einen 76-jährigen Patienten im Kantonsspital in Liestal, BL. Laut den Ärzten litt der Mann vorab unter Herzproblemen und Diabetes und galt daher als Risikopatient. Bereits am Donnerstag starb in der Waadt eine 74-jährige Patientin den Folgen der Lungenkrankheit. 

    Aktuell melden 20 von 26 Kantonen Corona-Virus-Fälle. Derzeit noch nicht betroffen ist das Glarnerland. 

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    8. März Mittag

    In der Schweiz ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle auf 281 gestiegen. Bei 51 Fällen liegt laut BAG zudem ein erstes positives Resultat vor. Die Bestätigung durch das Referenzlabor in Genf steht für diese Fälle noch aus. Negativ getestet mit Verdacht auf das neue Coronavirus wurden bisher mehr als 4'000 Personen.

    Die Situation in Italien beschäftigt auch die Schweiz. Die italienische Regierung hat grosse Teile Norditaliens zum Sperrgebiet erklärt, rund 16 Millionen Menschen sind betroffen. Offen ist derzeit die Frage, inwiefern das die Grenzgänger im Tessin betrifft.

    Die grenzüberschreitenden Züge von und nach Italien verkehrten jedenfalls gemäss Fahrplan, teilten die SBB mit. Die italienischen Behörden hätten keine Einschränkungen für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr angeordnet.

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    7. März Morgen

    Das neuartige Coronavirus breitet sich in der Schweiz weiter rasant aus. Laut den neusten Zahlen des Bundesamts für Gesundheit BAG gibt es bisher knapp 230 bestätigte Ansteckungen. Negativ getestet mit Verdacht auf das Coronavirus wurden schweizweit bislang mehr als 3'500 Personen.

    Weltweit hat die Ausbreitung des Coronavirus weitere Auswirkungen und Massnahmen zur Folge. So hat etwa Island den Notstand ausgerufen, nachdem zwei Fälle bekannt wurden, die sich im Land angesteckt hatten. In Frankreich hat die Regierung die Schliessung von Schulen in den betroffenen Départements Haut-Rhin und Oise angekündigt. In den USA wurde zudem das Techfestival «South by South West» in Austin abgesagt, aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19. Normalerweise zieht das Festival jährlich zehntausende Besucher in die texanische Metropole.

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    6. März Nachmittag

    Bundesrat Alain Berset informiert über die aktuelle Entwicklung der Corona-Krise und gibt neue Empfehlungen an die Bevölkerung ab.

    Pendler sollen soweit möglich die Stosszeiten vermeiden. Die Arbeitgeber sollen entsprechend die Arbeitszeiten für die Angestellten möglichst flexibel gestalten. Ausserdem müssen besonders gefährdete Mitarbeiter geschützt werden. Empfohlen wird Home Office. Ist das nicht möglich, sollen besonders gefährdete Mitarbeiter dennoch vorübergehend nach Hause geschickt werden. Als besonders gefährdet gelten Menschen über 65 Jahre sowie jüngere Personen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck, Herz-Kreislaufproblemen oder Krebs.

    Als neue Massnahme im Kampf gegen das Coronavirus wird die Armee eingesetzt. Das Militär soll die Kantone während dreier Wochen unterstützen. 

    Das Veranstaltungsverbot bleibt bestehen. Über eine allfällige Verlängerung wird am 13. März entschieden. 

    Die Zahl der bestätigten Ansteckungen in der Schweiz ist stark angestiegen. Inzwischen sind über 200 Personen mit dem Erreger infiziert. Zu den wenigen virusfreien Kantonen zählt aktuell unter anderem noch Glarus.

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    6. März Morgen

    In Hettlingen bei Winterthur hat sich ein Kind mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Gemeinde mitteilte, besuchte das Kind in der Ansteckungszeit die Schule aber nicht. Die Primarschule bleibt deshalb unter den gebotenen Vorsichtsmassnahmen geöffnet. Die Schule überlegt sich aber, die Pausen künftig gestaffelt durchzuführen.

    Weltweit können derzeit rund 300 Millionen Kinder nicht in die Schule wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Die Unesco-Chefin erklärte, dass über ein Dutzend Länder den Unterricht ausgesetzt hätten - das betreffe 290,5 Mio. Kinder. Zudem gebe es in neun Ländern örtliche Schulschliessungen.

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    5. März Abend

    An der Schweizer Börse sind trotz leichter Erholung keine grossen Sprünge zu erwarten. Nachdem der Schweizer Börsenindex SMI letzte Woche knapp 13% eingebüsst hatte, war in den letzten Tagen eine leichte Erholung erkennbar. Laut Wirtschaftsexperten ist dies aber noch kein Grund zur Euphorie - Investitionen bleiben weiterhin mit einem grossen Risiko verbunden. Auf langfristige Anlagen hätten die Börsenschwankungen allerdings kaum einen Einfluss.

    Die Fluggesellschaft Swiss streicht ab dem 8. bis zum 28. März sämtliche Flüge von und nach Tel Aviv. Grund ist ein Einreiseverbot für Schweizer, das durch das israelische Gesundheitsministerium ausgesprochen wurde. Betroffene Passagiere können ihre Flüge kostenlos annullieren oder umbuchen.

    Der Kanton Zürich hält gleichzeitig fest, dass Veranstaltungen mit weniger als 1'000 Besuchern weiterhin nicht bewilligungspflichtig sind. Die Zahl der Events im Kanton sei schlicht zu hoch. Die Veranstalter müssten aber die Empfehlungen der Gesundheitsdirektion beachten und Personen, die zur Risikogruppe gehören, sollten Menschenansammlungen meiden. Die Zahl der Infizierten im Kanton Zürich ist inzwischen um 6 auf 19 gestiegen.

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    5. März Morgen

    In der Schweiz ist letzte Nacht erstmals eine Coronavirus-Patientin gestorben. Die 74-jährige mit dem Coronavirus infizierte Frau lag seit dem 3. März im Unispital in Lausanne. Bei der Verstorbenen handle es sich um eine Person mit hohem Risiko, weil sie an einer chronischen Krankheit gelitten habe, teilte die Kantonspolizei Waadt mit. Die Waadtländer Behörden wollen am Nachmittag an einer Medienkonferenz über die Situation im Kanton orientieren.

    Derweil hat das Bundesamt für Gesundheit BAG seine Hygiene-Empfehlungen zum Schutz vor dem neuen Coronavirus ein weiteres Mal ergänzt. Neu dazugekommen ist die Anweisung, Abstand zu halten. Das gilt zum Beispiel für das Anstehen in einer Schlange. Um die besonders gefährdeten älteren Menschen zu schützen, soll die Anweisung vor allem ihnen gegenüber gelten.

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    4. März Morgen

    Erster bestätigter Corona-Fall im Kanton St. Gallen. Die Frau war vorletztes Wochenende in Mailand und zeigte nach ihrer Rückkehr leichte Symptome. Sie handelte nach Angaben der St. Galler Behörden richtig und blieb zuhause und meldete sich telefonisch beim Arzt. Der anschliessende Test fiel positiv aus. Eine Hospitalisierung ist nicht nötig. Die Frau und ihre engen Kontaktpersonen müssen aber zu Hause bleiben.

    Zwei weitere Fälle meldet der Kanton Schwyz. Die drei Patienten sind unabhängig voneinander erkrankt. Eine Person ist im Spital, die beiden anderen sind in betreuter Quarantäne zu Hause.

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    3. März Abend

    In der Schweiz gibt es bisher 37 bestätigte Corona-Fälle. Der Kanton Zürich empfiehlt in Clubs keine Parties mehr durchzuführen. Im Fussball nehmen die Amateurligen den Spielbetrieb wieder auf.

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    3. März
    Die Schweizer Armee hat den ersten Corona-Virus-Fall. Der Soldat wurde auf dem Waffenplatz in Wangen an der Aare bei Bern isoliert. Er war kurz vor dem WK in Italien. Unterdessen wurde im Kanton Waadt der zweite und im Kanton Zug der erste Seuchenfall registriert. Betroffen ist im Kanton Waadt ein 80-jähriger Mann, welcher Kontakt mit einem Italiener hatte. Und im Kanton Zug hat sich ein 21-jähriger Mann laut Behörden an einem privaten Anlass angesteckt. Aktuell gibt es in der Schweiz 48 Corona-Virus-Infizierte. Mit je neun Fällen die meisten in den Kantonen Zürich und Graubünden.

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    2. März 2020
    Mittlerweile ist es auch innerhalb der Schweiz zu Übertragungen des Coronavirus gekommen. Insgesamt gibt es inzwischen über 30 bestätigte Fälle im Land. Weitere Übertragungen innerhalb der Schweiz sind nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit BAG wahrscheinlich. Dies mache einen höheren Schutz insbesondere verletzlicher Bevölkerungsgruppen notwendig. Dazu gehörten ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen.

    Die Kampagne des Bundes gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind ausgeweitet worden. Neu soll man auf das Händeschütteln verzichten, benutzte Papiertaschentücher in geschlossene Abfalleimer werfen und Notfallstationen nur nach telefonischer Anmeldung besuchen.

    Diese drei neuen Hygieneregeln kommen zu den bisherigen dazu. Dazu gehören gründliches Händewaschen, in ein Taschentuch oder die Armbeuge husten und niesen und bei Fieber und Husten zu Hause bleiben.

    Gleichzeitig hat die Farbe der BAG-Informationskampagne «So schützen wir uns» von gelb auf rot gewechselt.

    Im Schweizer Eishockey beginnen die Playoffs und die Abstiegsrunde in der National League wegen des Coronavirus nicht wie vorgesehen am kommenden Samstag. Der Meisterschaftsbetrieb in den höchsten beiden Ligen ruht bis und mit dem 15. März. Im Schweizer Fussball wird der Spielbetrieb der beiden höchsten Schweizer Ligen mindestens bis zum 23. März ausgesetzt.

    Das Grand Resort Bad Ragaz schickt Mitarbeiter als Vorsichts-massnahme in Quarantäne.
    Insgesamt fünf Personen wurden in Absprache mit den kantonalen Behörden vorsichtshalber für mindestens zwei Wochen beurlaubt. Sie hatten engen Kontakt mit einem ehemaligen Gast, der später im Kanton Zürich positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Der Gast, der sich zuvor in Mailand aufgehalten hatte, sei am Samstag vor einer Woche angereist und habe zwei Tage später wieder ausgecheckt.
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    1. März 2020

    In der Schweiz ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle am Wochenende weiter gestiegen. Bis Sonntag 17 Uhr hat das Referenzlabor in Genf 24 Ansteckungsfälle in elf Kantonen offiziell bestätigt, wie das Bundesamt für Gesundheit BAG mitteilt. Es handelt sich um die Kantone Zürich, Graubünden, Aargau, Bern, Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Freiburg, Genf, Tessin, Waadt und Wallis. Alle angesteckten Personen seien isoliert, enge Kontaktpersonen informiert. Getestet worden seien bisher mehr als 1'300 Verdachtsfälle.

    Im aargauischen Spreitenbach ist ein 31-jähriger Kindergarten-Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Mann hatte vergangene Woche Familienbesuch aus Norditalien. Rund 70 Kontaktpersonen sind nun von Massnahmen betroffen. Das betroffene Kindergartenzentrum ist geschlossen, alle 44 Kindergartenkinder sowie acht Lehrpersonen müssen vorläufig in Quarantäne bleiben.

    Zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie geben die Bundesbehörden in den kommenden Tagen neue Empfehlungen heraus und ergänzen die laufende Informationskampagne. «Eine der Empfehlungen wird es sein, ab sofort auf das Händeschütteln zu verzichten», sagt Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit in der NZZ am Sonntag. Es gehe um Massnahmen, die dazu führen, dass die Menschen weniger in Kontakt kommen. Weitere Empfehlungen dürften sich an Unternehmen richten. Zum Beispiel, dass sie ihre Mitarbeiter zu Home Office auffordern.

    Gar noch einen Schritt weiter geht Gesundheitsminister Alain Berset. In der Sonntagszeitung schlägt er vor, auf Begrüssungsküsse zu verzichten. Im Hinblick auf die künftige Entwicklung gibt sich Berset im Sonntagsblick vorsichtig: «Wir wissen noch wenig über dieses neue Coronavirus. Wir lernen jeden Tag dazu. Was heute gilt, ist morgen vielleicht schon veraltet.»

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    29. Februar 2020

    Bisher gibt es in der Schweiz 18 bestätigte Fälle von Corona-Virus-Erkrankten. Die Behörden planen zumindest für die kommenden Tage  keine neuen massiven Massnahmen wie Grenz- oder Schulschliessungen. Nächster Schritt ist Anfang kommender Woche eine weitere Informationsoffensive. Im übrigen solle sich die Bevölkerung über das Wochenende ruhig verhalten und nicht ihre ganze Lebensweise auf den Kopf stellen. Es gehe darum, die Ressourcen zu schonen und nicht die Notfälle in den Spitälern mit leichten Fällen zu überlasten.

    Die neusten am Samstag bestätigten Corona-Virus-Fälle sind aus den Kantonen Zürich, Graubünden und Bern. In Zürich wurde bei einem Google-Mitarbeiter das Virus festgestellt. Der Computer-Konzern bestätigt, dass ein Angesteller betroffen ist. Der Mann wird im Spital behandelt. Google hat die nötigen Massnahmen ergriffen.

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    28. Februar 2020

    Der Bundesrat stuft die Situation in der Schweiz als «besondere Lage gemäss Epidemiengesetz» ein.
    Deshalb verbietet er Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen – private wie öffentliche.
    Das Verbot gilt bis zum 15. März 2020.

    Diese Massnahme verspreche «einen wirksamen Schutz für die öffentliche Gesundheit – und soll die Verbreitung des Coronavirus eindämmen. Bei Veranstaltungen, an denen weniger als tausend Personen teilnehmen, muss von Fall zu Fall über die Durchführung entschieden werden. Die Veranstalter müssen zusammen mit der zuständigen kantonalen Behörde eine Risikoabwägung vornehmen, ob sie die Veranstaltung durchführen können oder nicht», wie das EDI schrieb.

    Das Verbot gilt nicht für grosse Bahnhöfe voller Menschen, volle Züge, Skiorte oder grosse Bürogebäude. Dort hätten die Menschen mehr Bewegungsfreiheit und die Möglichkeit, sich mit den empfohlenen Hygienemassnahmen zu schützen, wird die Unterscheidung begründet.

    Bis am Freitagvormittag wurden in mehreren Kantonen der Schweiz insgesamt 15 Personen positiv auf das neue Virus Sars-CoV-2 getestet. Die Zahlen gab Berset bekannt. Mehr als hundert Personen befinden sich wegen des Virus in Quarantäne. Von einer hohen Dunkelziffer gehen die Schweizer Behörden nicht aus. Im Gegensatz zu Italien oder Deutschland lässt sich bei den zurzeit bekannten Schweizer Fällen noch nachvollziehen, wo die Betroffenen sich angesteckt haben, wie Berset ausführte.

    Interaktive Coronavirus Karte