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Geldtresor statt Bankkonto

Die Schweizer horten ihr Geld gerne unter der Matratze

Besonders der 1000-Franken-Schein landet gern im heimischen Safe. Der Trend hat sich verstärkt.

Die Schweizer 1000-Franken-Note gehört zu den wertvollsten der Welt  - und ist deshalb umstritten. Der Schein werde wegen seines hohen Nenn- und Umtauschwerts gerne für illegale Geschäfte und Steuerhinterziehungmissbraucht, so die Kritik.

Eine heute veröffentlichte Studie der Schweizerischen Nationalbank dürfte die Diskussion um den Schein wieder befeuern: Demnach wird der 1000er fast ausschliesslich zur Wertaufbewahrung verwendet – er dient nicht für Transaktionen und landet also nicht in der Ladenkasse, sondern unter Matratzen oder in Banksafes.

80 bis 90 Prozent der 1000er wurden im Jahre 2017 gehortet, schätzen die SNB-Autoren. Auch andere Noten landen häufig nicht im Geldumlauf: Bei den 200-Franken-Noten beträgt der Anteil zwischen 30 bis 60 Prozent, bei der 100-Franken-Note liegt er zwischen 10 und 20 Prozent.

Insgesamt werde – je nach Berechnungsmethode – zwischen 55 und 70 Prozent des Werts aller Schweizer Banknoten gehortet, schätzen die Autoren. Oder anders: Rund 44 bis 47 Milliarden Franken an Bargeld sind dem Geldumlauf entzogen.