Swissmedic lässt auch den Moderna-Booster für Erwachsene ab 18 Jahren zu - Pfizer/Biontech hat bereits seit Dienstag grünes Licht. (Bild: Keystone-SDA)

Ab sofort für alle

Zürich und St. Gallen starten mit den Booster-Impfungen

Der Bund empfiehlt ab sofort Booster-Impfungen für alle - auch für unter 65-jährige. Die Kantone St. Gallen und Zürich starten bereits in diesen Tagen mit den Auffrischungsimpfungen. Gleichzeitig steigt die Sorge wegen der neuen Virusvariante aus Südafrika.

Im Kanton St. Gallen können sich alle über 16-Jährigen ab sofort für die Corona-Auffrischungsimpfung anmelden. Das teilt der Kanton am Freitag mit. Voraussetzung ist, dass die letzte Impfung mehr als sechs Monate zurückliegt. In St. Gallen können sich Impfwillige online oder bei Hausarztpraxen anmelden. Die vier regionalen Zentren in St. Gallen, Wil, Buchs und Jona und die Pop-Up-Impfstellen (unter anderem in Uznach, Walenstadt und Wattwil) können pro Woche 30'000 Impfungen durchführen.

Ab kommendem Montag wird der Kanton Zürich auch die unter 65-Jährigen via SMS oder Brief kontaktieren, sofern sie im kantonalen Impftool registriert sind und sobald sie einen Termin buchen können. Zentral sei, so der Zürcher Regierungsrat, dass vor allem die vulnerablen Menschen, also ältere Menschen und Menschen mit einem erhöhten gesundheitlichen Risiko, die Boosterimpfung machen lassen.

Steigende Fallzahlen

Bei der Auffrischimpfung gegen Covid-19 drückt auch der Bund nun aufs Tempo. Zusammen mit der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif) empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) diese für alle über 16 Jahre - und nicht mehr länger nur für über 65-Jährige. Die Empfehlung steht im Einklang mit dem Zulassungsentscheid der Heilmittelbehörde Swissmedic, wie das BAG am Freitag mitteilte. Diese hatte die Auffrischimpfung mit dem Vakzin von Moderna am Freitag für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen.

Bislang haben laut BAG über 350'000 Personen eine Auffrischimpfung erhalten. 

Wieder über 8000 neue Ansteckungen

Am Freitag wurden dem BAG für die Schweiz und Liechtenstein innerhalb von 24 Stunden 8032 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Gleichzeitig registrierte das BAG zwölf neue Todesfälle und 106 neue Spitaleintritte.

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor zehn Tagen bei 1,29. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 81,5 Prozent. 22 Prozent der verfügbaren Betten sind von Covid-19-Patienten belegt. 65,47 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. (sda/nfa)

Bund erlässt wegen neuer Virusvariante Einreiseverbote

Wegen der neuen Coronavirus-Variante werden alle Direktflüge aus der Region des südlichen Afrikas in die Schweiz verboten. Personen ohne Schweizer Aufenthaltsbewilligung können zudem aus neun Ländern nicht mehr in die Schweiz einreisen. Das teilte BAG am Freitagabend mit. Die verschärften Einreiseregeln gelten demnach ab 20.00 Uhr. Bis zum frühen Abend wurde in der Schweiz allerdings noch kein Fall der neuen Variante nachgewiesen.

Konkret gilt ein Einreisestopp für Reisende aus Botsuana, Eswatini, Hongkong, Israel, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika. Ausgenommen sind Schweizer Bürgerinnen oder Bürger sowie Personen, die über eine Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz verfügen. Sie müssen einen negativen Covid-19-Test vorlegen und sich für zehn Tage in Quarantäne begeben - auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Dasselbe gilt für alle Reisenden aus Belgien. (sda)

Erstellt am: 26. November 2021