Der bestellte Laserpointer ist in der Schweiz illegal, weil er schwere Augenschäden verursachen kann. (Symbolbild: Keystone-SDA)

Illegaler Laserpointer

Zürcher wegen Wish-Bestellung verurteilt

Ein vermeintliches Schnäppchen der chinesischen Shoppingplattform Wish.com hat für einen Zürcher in einem Strafbefehl geendet. Der Laserpointer, den der 50-Jährige dort bestellt hatte, ist in der Schweiz nämlich illegal, weil er bleibende Augenschäden verursachen kann. Der Mann wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 3000 Franken verurteilt und muss auch noch eine Busse von 800 Franken und die Verfahrenskosten von 400 Franken bezahlen.

Im Frühling diesen Jahres hatte sich der Zürcher den Laserpointer bestellt. Inklusive Ladegerät sollte dieser Artikel, der von einem chinesischen Händler angeboten wurde, gerade mal 17 Franken kosten. Bei der Einfuhr in die Schweiz blieb der Laserpointer aber am Zoll hängen, weil er wegen seiner Stärke, der fehlenden Klassierung und der Nichteinhaltung von Normen hierzulande verboten ist.

Teures Schnäppchen

Die Staatsanwaltschaft See/Oberland verurteilte den Mann deshalb per Strafbefehl wegen mehrfachen Vergehens gegen das neue Bundesgesetz über den «Schutz vor Gefährdung durch nichtionisierende Strahlung und Schall». Mehrfach deswegen, weil bei einer Hausdurchsuchung noch zwei weitere illegale Laserpointer ans Licht kamen.

Zu einer bedingten Geldstrafe von 3000 Franken verhängte die Staatsanwaltschaft auch noch eine Busse von 800 Franken, dazu kommen 400 Franken Verfahrenskosten. Der Mann muss also total 1200 Franken bezahlen - 70 Mal mehr, als sein Schnäppchen aus China gekostet hätte. Sein neues sowie seine alten Geräte wird der Mann zudem nie mehr sehen. Sie werden vernichtet. (sda/roe)

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    Erstellt am: 08. Oktober 2021