Nach Klima-Demos

Zürcher Polizei wird harsch kritisiert

Die jungen Grünen erheben nach den Klima-Protesten in der Stadt Zürich schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Doch nicht alle Parteien sehen im Vorgehen der Stadtpolizei ein Problem.

Machtmissbrauch und Verstösse gegen die Menschenrechte. Die Vorwürfe nach den Klima-Protesten der Gruppe Extinction Rebellion gegen die Stadtpolizei Zürich sind happig. Erhoben werden sie von den jungen Grünen.

«Minderjährige wurden ohne Angabe von Gründen aufgefordert Fingerabdrücke abzugeben», heisst es in einer Mitteilung der Jungpartei. Ausserdem hätten sich die teilweise Minderjährigen «vollständig entkleiden» müssen. Danach seien die Minderjährigen zusammen mit den Erwachsenen in einer gemeinsamen Zelle mit winzigem Fenster eingesperrt worden. Darin hielten sich laut Angaben der jungen Grünen zwischen 40 und 60 Personen mehrere Stunden lang unter schlechter Belüftung auf.

«Dass man eine solche Versammlung sofort auflöst, ist ganz klar.»

Stephan Iten, SVP-Gemeinderat Zürich
 

Während die Grünen den Polizei-Einsatz kritisieren, bekommt die Stapo Rückendeckung aus den Reihen der SVP. Die Demonstranten hätten versucht, die Stadt Zürich lahmzulegen. «Dass man eine solche Versammlung sofort auflöst, ist ganz klar», sagt SVP-Gemeinderat Stephan Iten. Und dass danach Demonstranten verhört werden und ihre Personalien aufgenommen werden, sei selbstverständlich.

Dennoch fordern die jungen Grünen eine Untersuchung der Vorkommnisse. Die Stadtpolizei Zürich selber hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäussert. (dke)

 

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    Erstellt am: 12. Oktober 2021