Im Kanton Zürich sollen Lehrer schneller an einen Impf-Termin kommen. (Symbolbild: Keystone-SDA)

Kanton will helfen

Zürcher Lehrer sollen schneller geimpft werden

Die Zürcher Regierung ist bereit, den Lehrerinnen und Lehrern bei der Impfkampagne grundsätzlich entgegenzukommen. Wie genau, ist aber noch offen.

Die Zürcher Lehrerverbände fordern seit geraumer Zeit, dass sie bei der Impfkampagne prioritär behandelt werden. Schliesslich seien Lehrpersonen bei ihrer Arbeit besonders exponiert.

Die Zürcher Regierung unterstützt diese Forderung grundsätzlich. Aktuell gebe es aber keine Möglichkeit, Lehrpersonen bevorzugt zu impfen. Die Prioritäten seien vom Bund vorgegeben, sagte Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) gegenüber SRF.

Und dieser sehe nur beim Pflegepersonal eine Bevorzugung einer Berufsgruppe vor. Sobald die Impfkampagne im Kanton Zürich aber für die breite Bevölkerung geöffnet wird, was in etwa zwei Wochen der Fall sein sollte, will der Regierungsrat den Lehrerinnen und Lehrern ein Stück weit entgegenkommen.

Termin am schulfreien Mittwochnachmittag

Der Kanton wolle die Rahmenbedingungen für den Impfvorgang selber verbessern, sagte Steiner weiter. Möglich sei etwa, dass das Lehrpersonal einen Termin am Mittwochnachmittag erhalten würde. Die Regierung prüfe das derzeit. Spruchreif ist aber noch nichts.

Auch andere Berufsgruppen sollen bessere Impfbedingungen erhalten, etwa Polizisten oder Gefängnispersonal.

Ein «grundsätzlich positives Signal»

Für Christian Hugi, Präsident des Zürcher Lehrerinnen und Lehrerverbands (ZLV), ist die Aussage von Steiner grundsätzlich ein positives Signal, auch wenn es in anderen Kantonen schneller gehe. Er wünscht sich deshalb, dass der Kanton Zürich jetzt aufs Gas steht und vorwärts macht.

Im Kanton Bern beispielsweise können Lehrerinnen und Lehrer ab nächster Woche bevorzugt Termine buchen. (sda)

 

Erstellt am: 04. Mai 2021