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Geldsorgen

Das Zürcher Kongresshaus kämpft mit grossen finanziellen Problemen. (Bild: Keystone-SDA)

Robin Ernst

Zürcher Kongresshaus muss finanziell saniert werden

Das Zürcher Kongresshaus steckt in grossen finanziellen Schwierigkeiten. Zwar konnte im März eine unmittelbar bevorstehende Zahlungsunfähigkeit abgewendet werden, das Kongresshaus bleibt aber trotz massiver Sparmassnahmen sanierungspflichtig. Unter anderem erhöht die Stadt Zürich ihre Beiträge.

Der Verwaltungsrat der Kongresshaus Zürich AG beantragt den Aktionärinnen und Aktionären im Sommer an einer ausserordentlichen Generalversammlung eine Bilanzsanierung. Dies teilte die Stadt Zürich, die mit einem Anteil von 7,6 Prozent die grösste Minderheitsaktionärin ist, am Mittwoch mit.

Vorgesehen ist eine sogenannte «Harmonika». Das heisst: der Nennwert jeder einzelnen Aktie soll von 1000 Franken auf 100 Franken reduziert werden. Gleichzeitig erfolgt eine Kapitalerhöhung um 4,5 Millionen Franken. Damit diese Sanierung gelingt, beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat eine Erhöhung der städtischen Beteiligung von höchstens 4,5 Millionen Franken.

Corona-Pandemie hinterlässt Spuren

Gemäss Mittelung traf die Corona-Pandemie die Kongresshaus Zürich AG besonders hart. Das Unternehmen sei zuvor schon geschwächt gewesen, weil Kongresshaus und Tonhalle während einer Sanierung mehrere Jahre geschlossen waren. «Kurz nach Eröffnung des renovierten Kongresshauses im September 2021 führten pandemiebedingte Schliessungen zu einem Kapitalverlust», schreibt die Stadt in ihrer Mitteilung.

Neuorganisation

Die öffentlich-rechtliche Kongresshaus-Stiftung, der das Gebäudeensemble am See mit Kongresshaus und Tonhalle gehört, will zudem einen langfristig stabilen Betrieb gewährleisten und dazu die Betriebssituation entflechten und vereinheitlichen.

Der Betrieb des Kongresshauses wird künftig durch die Kongresshaus Zürich AG organisiert. Die Tonhalle-Gesellschaft Zürich AG wird alleinige Mieterin des Tonhalle-Gebäudeteils und damit neu Vermieterin und alleinige Ansprechpartnerin für Drittveranstaltungen in der Tonhalle.

«Das Kongresshaus spielt eine bedeutende Rolle für den Kultur-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Zürich» indirekt auch den Tourismus, die Hotellerie, den Detailhandel in der Innenstadt und die Veranstaltungsbranche. Das seien alles Bereiche, die von der Pandemie insgesamt stark betroffen waren. (sda/roe)

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