Bedrohte Arten

Zoo Zürich engagiert sich für einheimische Fledermäuse

Auch die Schweizer Fledermäuse haben unter dem schlechten Wetter der letzten Wochen gelitten. Derzeit werden besonders viele Jungtiere in der Notpflegestation abgegeben. Fledermausmütter haben wegen des vielen Regens zu wenige Insekten gefunden, um genügend Milch für ihre Jungen zu produzieren.

Viele der 30 Fledermausarten der Schweiz sind bedroht. Gerade deshalb ist es das grosse Ziel der Stiftung Fledermausschutz, möglichst viele der jungen Fledermäuse wieder aufzupäppeln und in die Natur zu entlassen. Der Zürcher Tierschutz und auch der Zoo Zürich helfen dabei tatkräftig mit.

Fledermäuse gesundpflegen

Die Tiere bleiben so lange in der Notpflegestation auf dem Gelände des Zürcher Zoos, bis sie wieder bei Kräften sind. Wieder in die Natur freigelassen werden sie, sobald sie das Flugtraining erfolgreich absolviert haben. So pflegt das Stationsteam pro Jahr rund 300 Fledermäuse und bearbeitet über das Notfalltelefon über 3'000 Hilferufe rund um die Uhr. Aktuell ist die Notpflegestation so voll wie nie zuvor, wie es in einer Mitteilung des Zoo Zürich heisst.

Übertragung von Zoonosen

Im Zusammenhang mit Corona haben Fledermäuse mittlerweile einen Ruf als Virenschleudern. Und tatsächlich haben Forschende auch bei Schweizer Fledermäusen viele verschiedene Viren nachweisen können. SARS-CoV-2 gehört allerdings nicht dazu. Sowieso brauche ein Virus normalerweise einen Zwischenwirt und könne nicht direkt auf einen Menschen übertragen werden, so der Zoo Zürich.

Grundsätzlich gilt: Meidet den direkten Kontakt mit Fledermäusen. Wie alle Wildtiere können sie Krankheiten übertragen, sogenannte Zoonosen. (vop)

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    Erstellt am: 21. Juli 2021