Am Boden schön anzuschauen, in der Schiene eher lästig. (Symbolbild: Keystone-SDA)

Verstopfte Schienen

VBZ haben mit nassem Laub zu kämpfen

Das Sturmtief Hendrik hat diese Woche in Zürich vermehrt für verstopfte Tramschienen gesorgt. Dabei kann Laub in den Schienen gefährlicher sein als Schnee oder Eis. Deshalb sind die Zürcher Verkehrsbetriebe VBZ derzeit besonders gefordert, die Schienen freizumachen.

Laub beschäftige die VBZ eigentlich jeden Herbst, sagt VBZ-Sprecherin Elina Fleischmann auf Anfrage von Radio Zürisee. In diesem Jahr habe man aber besonders viel zu tun. Die nassen Blätter müssen weg aus den Schienen, andernfalls hat das Tram früher oder später Mühe beim Bremsen, im schlimmsten Fall kann es irgendwann gar nicht mehr weiterfahren. Das gilt es zu verhindern.

Hochdruck und Bandrutscher

Im Kampf gegen das Laub in den Tramschienen setzen die VBZ unter anderem ein Zug- und Spülfahrzeug ein. Das spült den Dreck mit Hochdruck aus der Schiene, Bürsten rauen die Schienen zudem auf. Zusätzlich kommt aktuell ein sogenannter Bandrutscher zum Einsatz. Der bearbeitet die Schienen mit Schleifpapier, was die Haftung der Tramräder verbessert.

 

 

Haftung ist alles

Eine weitere Massnahme für mehr Haftung auf der Schiene ist Sand, den Tramchauffeurinnen und -chauffeure beim Bremsen und Abfahren per Knopfdruck streuen können. Wird es brenzlig, gibt es mit der Magnetschienenbremse noch eine Art Notbremse.

Alles in allem: Trotz des Laubes und dem damit verbundenen Mehraufwand sei der Trambetrieb in der Stadt Zürich gewährleistet, hält Elina Fleischmann von den VBZ fest. (vop)

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    Erstellt am: 22. Oktober 2021