Die Flüsse im Kanton St. Gallen sind von Pestiziden belastet. (Symbolbild: Keystone-SDA)

Pestizide im Wasser

St. Galler Bäche sind stark verschmutzt

Die Pestizid-Grenzwerte in den St. Galler Gewässern werden vielerorts überschritten. Dafür verantwortlich sind die Landwirtschaft und die Industrie. Die Gewässerlebewesen werden dadurch in Mitleidenschaft gezogen.

Der Kanton St. Gallen hat die Wasserqualität von 14 Bächen untersucht. Die Messkampagne zeigt, dass die Gewässer die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllen und die Gewässerorganismen bedroht sind.

Pestizide und Industrie-Chemikalien

Die Überschreitungen der Grenzwerte wurden durch insgesamt 27 Substanzen verursacht, die meisten stammen aus der Landwirtschaft, der Industrie und der Pharmabranche. 

Bei zwölf der 14 Bäche war das Risiko für eine chronische Schädigung von Gewässerorganismen während mehr als zwei Dritteln der Beobachtungsdauer von Frühjahr bis Herbst erhöht.

Massnahmen sind eingeleitet

Der Kanton St.Gallen versucht die entsprechenden Branchen von der Verwendung der Pestizide und Chemikalien zu sensibilisieren. Mit den Landwirten wurde ein runder Tisch organisiert. Zusammen wurden Daten gesichtet und die Ursachen für die Gewässerverunreinigung analysiert. Sofortmassnahmen wurden bereits umgesetzt, wie das Landwirtschaftsamt mitteilt. (pol)

Erstellt am: 07. April 2021