Das Fahrrad erlebt im Moment einen regelrechten Boom. (Bild: Keystone-SDA)

Mein Freund der Drahtesel

So wird das Velo fit für die Ferien

Meielisalp statt Mallorca, Sternenberg statt Seychellen und alles per Velo. Fahrrad-Ferien in der Schweiz liegen gerade im Trend. Wichtig ist neben den «Wädli» aber auch ein fahrtüchtiges Velo.

2020 war nicht nur das Corona-Jahr, sondern auch ein Velo-Jahr. Fast ein Drittel mehr Fahrräder wurden im Vorjahresvergleich verkauft. Ob als Gümmeler über Pässe oder per Mountainbike auf Singletrails unterwegs, die gekauften Velos müssen auch bewegt werden.

Gelegenheit macht Diebe

Der höhere Bike-Absatz freut nicht nur die Velohändler, sondern auch die Räuberinnen und Räuber. So hat auch der Diebstahl von Velos um 37 % zugenommen im letzten Jahr. Ein korrekter Versicherungsschutz ist wichtig, denn die Hausratsversicherung zahlt nur, wenn das Velo zu Hause gestohlen wird. «Wenn man das Velo beispielsweise an einem Bahnhof abstellt, wäre es nur über eine Zusatzdeckung «Diebstahl Auswärts» versichert. Diese Deckung gilt dann überall, auch im Ausland. Jedoch muss man aufpassen, dass die Versicherungssumme ausreichend ist, vielfach ist sie nur auf 1000 Fr. begrenzt, was heutzutage nirgendwo hinreicht», erklärt Sandra Best, Versicherungsexpertin von FinanceScout24 im Interview mit Radio Zürisee. Wichtig ist auch, dass das Velo immer mit einem Schloss gesichert ist, sonst taxiert das die Versicherung als fahrlässig.

«Wir kämpfen um mehr Platz auf den Strassen.»

Matthias Aebischer, Vorsteher Verband «Pro Velo»
 

Der Verband «Pro Velo» freut sich natürlich über den Fahrrad-Boom. «Wenn man mehr Velos auf den Strassen hat, hat man auch mehr Velofahrerinnen und Velofahrer, die nicht ganz korrekt fahren, und man hat mehr Velodiebstähle. Für mich sind das aber Nebeneffekte, die automatisch kommen, wenn doppelt so viele Velos unterwegs sind. Wir kämpfen um mehr Platz auf den Strassen», sagt Matthias Aebischer vom Verband «Pro Velo.»

Sicher ist sicher

Einige Velofahrer bewegen sich im Strassenverkehr so, wie wenn die Verkehrsregeln für sie nicht gelten würden. Deshalb zeigt auch die Statistik der Velounfälle im letzten Jahr eine markante Zunahme. «Die Sicherheit für Velofahrerinnen und Velofahrer ist ganz zentral», sagt Marcel Kamm Geschäftsführer Tempo Sport Horgen. «Die Bremsen müssen zu 100% funktionieren, Pneus müssen noch genügend Profil haben und wir empfehlen, auch am Tag mit Licht zu fahren», rät der Fahrrad-Fachmann. Im Fall einer Panne ist man froh, wenn man «Flick-Zeug» mit dabei hat. «Es braucht einen Ersatzschlauch, Reifenheber – das sind in der Regel zwei Plastikteile, dass man den Reifen von den Felgen wegbringt – und es braucht eine Pumpe. Diese drei Sachen kann man in eine kleine Ersatztasche legen und gut verstauen», meint Kamm weiter.

So steht wunderbaren Velo-Sommerferien nichts mehr im Weg. (reg/md)

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    Erstellt am: 10. Juni 2021