Ein 33-jähriger Rumäne wird vom Bezirksgericht Horgen wegen Mordes verurteilt. (Bild: Keystone-SDA)

Mord in Samstagern

Rumäne muss 14 Jahre hinter Gitter

Ein 33-jähriger Mann aus Rumänien hatte 2018 seinen Jugendfreund getötet. Nun wurde er dafür vom Bezirksgericht Horgen zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

Das Bezirksgericht Horgen hat einen 33-jährigen Rumänen wegen Mordes zu einer 14-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte Anfang September 2018 in Samstagern seinen Jugendfreund und Arbeitskollegen erstochen.

Zusätzlich zur Freiheitsstrafe ordnete das Gericht 13 Jahre Landesverweis an. Mit dem Urteil folgten die Richter weitgehend den Anträgen des Staatsanwalts. Dieser hatte 20 Jahre Freiheitsentzug wegen Mordes und 15 Jahre Landesverweisung gefordert.

Waffe wurde nie gefunden

Die beiden Bauarbeiter und Landsleute hatten an einem Abend im September 2018 in einer Firmen-Unterkunft in Samstagern exzessiv getrunken. Die anfänglich ausgelassene Stimmung kippte zusehends ins Aggressive, bis sich die beiden schliesslich blutig prügelten.

Ein etwas älterer Mitbewohner, der vom Gericht als Zeuge befragt wurde, konnte sie trennen. Die beiden Streithähne zogen sich zurück.

Als alle schliefen, schlich sich der Beschuldigte gemäss Anklage aber in den Raum, wo sein Kontrahent schlief. Mit einem selbstgemachten Messer stach er mindestens 15 Mal auf ihn ein und verletzte ihn damit tödlich. Die Waffe wurde nie gefunden. Die Freunde hatten zuvor gemeinsam je ein solches Messer gebastelt.

Schweigsamer Angeklagter

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger hatte auf Freispruch mangels Beweisen plädiert. Der Beschuldigte schwieg während des gesamten Verfahrens eisern. Auch während dem Prozess vom 13. April machte er keine Aussagen. (sda/dke)

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    Erstellt am: 04. Mai 2021