Für Igel lauern im Garten allerlei Hindernisse - besonders gefährlich sind jedoch die automatischen Rasenmäher. (Symbolbild: Pixabay)

Aufgepasst

Rasenroboter sind tödliche Fallen für Igel

In unseren Gärten lauern überall Gefahren für Igel: Liegengelassene Spielsachen, spitzige Gegenstände oder auch Rasenmäher können für die stacheligen Tiere tödlich enden.

Während den wärmeren Sommermonaten hegen und pflegen wir unsere Gartenlandschaft und erfreuen uns über viele neidische Blicke aus der Nachbarschaft. Immer häufiger sind es aber nicht wir Menschen, die den Rasen mähen, sondern unsere Roboter.

Diese automatischen Rasenroboter sind für Igel besonders gefährlich, sagt der Geschäftsführer vom Igelzentrum Zürich, Simon Steinemann: «Bei den Rasenrobotern haben ein Grossteil der Igel kaum eine Überlebenschance.» Ebenfalls gefährlich sind die Fadenmäher, die man zum Trimmen von Büschen benötigt.

Obwohl einige Rasenroboter auf Igelfreundlichkeit getestet worden sind, versagen die meisten Modelle in der Praxis. Eine englische Studie besagt, dass keines der getesteten Geräte in der Lage war, die Igel ohne Berührung zu erkennen. Auch solche Modelle nicht, die mit Kameraansicht und Ultraschallsensoren ausgestattet waren.

Mähen besser bei Tag

Igel und ihre Familien kann man schützen, wenn der Rasen tagsüber gemäht wird. Trotzdem sollte mit Vorsicht gemäht werden: «Bald sind die ersten kleinen Igel unterwegs, die halten sich nicht an unseren Tagesablauf», mahnt Simon Steinemann weiter. Er appelliert deshalb an die Rasenroboter-Besitzer und hofft so, einige Tiere zu retten. (als/kus)

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    Erstellt am: 09. Juni 2021