Die Pille ist nicht mehr so beliebt als Verhütungsmittel (Bild: keystone-sda)

Verhütung

Pille nicht mehr so beliebt

Immer mehr Frauen verhüten nicht mehr mit der Anit-Baby-Pille, teilt das Bundesamt für Statistik mit. Häufigste Alternative ist ein alter Bekannter.

Ab und zu kämen Anfragen von Frauen für ein Diaphragma oder eine Spirale, sagt Bettina von Seefried, Gynäkologin bei Gynhealth gegenüber Radio Zürisee. Die häufigste Methode sei aber nach wie vor das Kondom oder auch die Unterbindung, so von Seefried weiter über die Erfahrungen aus ihrem Berufsalltag. Damit bestätigt sie einen Trend, der heute vom Bundesamt für Statistik in Zahlen ausgedrückt wird. Frauen in der Schweiz entscheiden sich bei der Verhütung zunehmend gegen die Pille und für andere hormonelle Verhütungsmittel. Grund dafür sind das grössere Angebot und die Meldungen über ein erhöhtes Embolie-Risiko bei Einnahme der Östrogen-Gestagen-Pillen.

Kondom auf Platz eins

Während im Jahr 1992 noch 52 Prozent der Frauen mit der Pille verhütet haben, waren es 25 Jahre später noch deren 33 Prozent. Das zeigen am Montag veröffentlichte Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) aus der aktuellen Bevölkerungsbefragung. Besonders stark war der Rückgang bei Frauen unter 35 Jahren, nämlich von 67 Prozent auf 45 Prozent. Am meisten wird in der Schweiz mit dem Kondom (42 Prozent) verhütet. Nach der Pille an zweiter Stelle (31 Prozent) geben Frauen als dritthäufigste Methode die Hormonspirale (12 Prozent) und die Männer die Sterilisation (15 Prozent) an. Dabei werden Kondome und Pille mit zunehmenden Alter von der Spirale oder der Sterilisation verdrängt. (sib/sda)

Erstellt am: 22. Februar 2021