Die Masken im Unterricht sind zurück. (Bild: Keystone-SDA)

Kantone regieren auf steigende Zahlen

Maskenpflicht an St. Galler und Zürcher Schulen

Der Kanton St. Gallen reagiert auf die steigenden Corona-Fallzahlen. Ab Freitag gelten verschärfte Corona-Massnahmen an den Schulen. Der Bildungsrat verfügt erneut die Maskenpflicht

Die Maskenpflicht ist unbefristet und wird dem Verlauf der Pandemie angepasst, wie die St. Galler Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Sie gilt für alle Lehrpersonen und Erwachsenen in Volksschule und Sekundarstufe II sowie für alle Kinder und Jugendlichen der Volksschul-Oberstufe und der Sekundarstufe II. Keine generelle Maskenpflicht besteht weiterhin für Schülerinnen und Schüler im Kindergarten und in der Primarschule.

«Wir haben einige Hotspots an den Schulen.»

Bruno Damann, Gesundheitsdirektor Kanton St. Gallen

Ausschlaggebend für den Entscheid waren die zahlreichen isolations- oder quarantänebedingten Ausfälle von Lehrpersonen sowie der Austausch mit Expertinnen und Experten, wie es weiter heisst. «Wir haben einige Hotspots an den Schulen. Der Bildungsrat hat die Maskenpflicht folglich wieder eingeführt.»

Masken erst kürzlich aus den Schulen verbannt

Erst Anfang November hatte der Bildungsrat des Kantons beschlossen, die Maskenpflicht an den Schulen aufzuheben. Nun kehrt er zu den damaligen Massnahmen zurück, die bis nach den Herbstferien Gültigkeit hatten.

Der Entscheid der Lockerung der Massnahmen sei aber nachvollziehbar gewesen, meint Damann: «Anfang November waren die Ansteckungszahlen noch deutlich tiefer. Im Laufe des Monats gingen diese sogar noch leicht zurück. In diesem Zusammenhang konnte man die Aufhebung der Maskenpflicht zum damaligen Zeitpunkt durchaus wagen.»

Mit einer erneuten Maskenpflicht soll die Anzahl Personen in Isolation oder Quarantäne reduziert und der Schulbetrieb entlastet werden.

Auch Zürcher Regierungsrat verschärft Maskenregime an Schulen

Im Kanton Zürich wird eine Maskenpflicht ab der vierten Primarschulklasse eingeführt. Diese gilt ab dem 1. Dezember und ist vorerst bis zum 24. Januar befristet. Die Maskenpflicht an der Volksschule gelte auch für Lehrpersonen und alle weiteren dort beschäftigten Personen, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit.

Begründet wird der Schritt mit dem sprunghaften Anstieg der Covid-19-Fallzahlen in der Altersgruppe der 4- bis 11-Jährigen. Zum Schutz der Schülerinnen und Schüler, die sich zum Teil noch nicht impfen lassen könnten, müssten daher weitere Schutzmassnahmen ergriffen werden.

Mit den Schutzmassnahmen an den Schulen sollen laut dem Regierungsrat nicht nur die weitere Verbreitung des Coronavirus eingedämmt, sondern auch ein möglichst uneingeschränkter Schulbetrieb sichergestellt werden. (ris/sda)

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    Erstellt am: 25. November 2021