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Hinter dem Lächeln verbirgt sich oft Schmerz und Leiden. (Symbolbild: Keystone-SDA)

Daniel Krähenbühl

Leitung der Tanzakademie reagiert auf Vorwürfe

Die Leitung der Tanzakademie Zürich tritt wegen der massiven Vorwürfe vorübergehend zurück. Mit diesem Schritt wolle man die Institution schützen, heisst es in der Mitteilung. Die Beurlaubung gilt bis zum Abschluss der Untersuchung.

Nach Missbrauchsvorwürfen hat das Leitungsteam der Tanz-Akademie Zürich (TaZ) vorübergehend seine Ämter niedergelegt. Es reagiert damit auf die laufende Administrativuntersuchung. Die Massnahme soll einen reibungslosen weiteren Betrieb der Institution sicherstellen.

 

Mit dieser Massnahme werde den Ergebnissen der Administrativuntersuchung nicht vorgegriffen, betonte die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) am Mittwochabend in einer Mitteilung. Der Schritt erfolge einvernehmlich. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen Ende des ersten Quartals 2023 vorliegen. Die TaZ ist der ZHdK angegliedert und gilt als eine der renommiertesten staatlichen Ballettschulen der Welt.

 

Der Gesamtleiter Oliver Matz und die künstlerische Leiterin Steffi Scherzer liessen sich in der Mitteilung zitieren, sie hätten diese Entscheidung «schweren Herzens» getroffen. Sie möchten damit «die Institution schützen und den Schülerinnen und Schülern ein Umfeld schaffen, in dem sie sich auf ihre Ausbildung an der TaZ konzentrieren könnten».

Mobbing- und Misshandlungsvorwürfe

Mit der Untersuchung der Vorwürfe ist eine unabhängige Anwaltskanzlei beauftragt, wie es in der Mitteilung hiess. Diese soll die die Sachlage durch Anhörungen von Betroffenen sowie externen Experten transparent machen und lückenlos aufklären. Bis zum Abschluss der Administrativuntersuchung will die ZHdK keine weiteren Auskünfte erteilen.

 

Bekannt geworden waren die Vorwürfe von ehemaligen Studentinnen und Studenten durch einen Bericht der Zeitung «Die Zeit». In den Berichten der Betroffenen war von Beleidigungen und Demütigungen durch Lehrpersonen die Rede. Es hätten strenge Gewichtsvorgaben gegolten, was bei einigen Schülern zu Essstörungen geführt habe. Auch von Depressionen, Angstzuständen und Suizidgedanken wurde berichtet.

 

Am vergangenen Wochenende kamen in der «NZZ am Sonntag» weitere Vorwürfe dazu. Im Artikel hiess es, das Leitungsteam habe Schülerinnen und Schüler so stark unter Druck gesetzt, dass diese auch mit Verletzungen weitertrainierten. (sda/dak)

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