Wer hat in den Pre-Playoffs mehr Biss? Die SCRJ Lakers oder der EHC Biel? (Bild: Keysone-SDA)

Biel vs. SCRJ

Lakers sind heiss auf die Pre-Playoffs

Im Schweizer Eishockey kommt es ab Mittwoch zu einer Premiere. In den Achtelfinals, den sogenannten Pre-Playoffs - spielen Biel gegen die Lakers und Davos gegen Bern. Die Gemütslage der involvierten Teams könnte unterschiedlicher kaum sein.

Der EHC Biel erlebt in den letzten Wochen eine wahre Achterbahn der Gefühle. Erst rollt er das Feld von hinten auf und sieht das Ziel, die Top 6 und damit die direkte Viertelfinal-Qualifikation, wieder in Griffnähe. Dann die Hiobsbotschaft: dritte Quarantäne in dieser Saison. Am Ostersamstag machen die Bieler in Genf in den letzten drei Minuten aus einem 0:1 ein 5:1 und klettern auf Platz 6. Wie gewonnen, so zerronnen: Nach der letzten Runde ist es wieder Servette, das über den 6. Platz lachen kann.

«Qualifikation und Playoffs sind ganz was anderes.»

Melvin Nyffeler, Goalie SCRJ Lakers
 

Die SCRJ Lakers zeigen sich zuversichtlich, obwohl sie in der Qualifikation kein Spiel gegen den EHC Biel gewinnen konnten. «Qualifikation und Playoffs sind ganz was anderes», sagt Melvin Nyffeler, Torhüter der SCRJ Lakers, im Interview mit Radio Zürisee. «Wir haben nichts zu verlieren, wollen diese Best-of-3-Serie auf jeden Fall gewinnen.»

Die Fans fehlen

Die Pre-Playoffs werden auch wieder vor leeren Rängen gespielt. «Es ist eine traurige Situation, als Spieler und auch als Fan», meint Nyffeler zur aktuellen Situation. «Ich weiss gar nicht mehr, wie es ist, vor Leuten zu spielen. Wir in Rappi sind extrem auf die Fans angewiesen. Sie können uns vorantreiben und zum Erfolg bringen.»

Der 27-Jährige Volketswiler Melvin Nyffeler hat mit den Lakers schon viel erlebt, unter anderem den Wiederaufstieg und den Cupsieg. Mit dem Erreichen der Pre-Playoffs sind die Saisonziele erreicht, das Sportlerherz will jetzt aber natürlich noch mehr. «Es zeigt, dass in Rapperswil sehr gute Arbeit gemacht wird, wir haben uns kontinuierlich verbessert», bilanziert Nyffeler.

Brisantes Traditionsduell Davos - Bern

Im zweiten Achtelfinal kommt es zu einem Klassiker des Schweizer Eishockeys. Zusätzliche Brisanz erhält das Duell zwischen dem HC Davos und dem SC Bern durch die Personalie Raeto Raffainer. Die Berner warben den damaligen Sportchef der Bündner mitten in der Saison ab, was bei den Spielern des HCD und insbesondere deren Coach Christian Wohlwend auf wenig Verständnis stiess. Zudem ist es ein offenes Geheimnis, dass Wohlwends aktueller Assistent Johan Lundskog ebenfalls die Seiten wechseln und nächste Saison beim SCB als Chef an der Bande stehen wird.

Im Gegensatz zur ersten Serie ist zwischen Davos und Bern kaum ein Favorit auszumachen. In der Qualifikation gab es je zwei Siege. Der SCB ist erst am Ostermontag aus seiner fünften Quarantäne aufs Eis zurückgekehrt. Sie müssen allerdings nur schon zufrieden sein, dass diese Achtelfinals eingeführt wurden, sonst hätte der noch immer amtierende Meister zum zweiten Mal in Folge die Playoffs verpasst. (sda/md)

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    Erstellt am: 06. April 2021