Mittelfeldspieler Remo Freuler vermisst in Baku die Fussball-Euphorie. (Bild: Keystone-SDA)

EM-Countdown

«Keine Fussball-Stimmung in Baku»

Wo vor Wochenfrist noch die Formel1-Boliden durch die historische Innenstadt donnerten, spielt am Samstag die Schweizer Nati ihr erstes EM-Spiel gegen Wales. Von EM-Freude ist in den Strassen Bakus nichts zu spüren. In Russland war das anders.

Baku, die Hauptstadt von Aserbaidschan, ist mit zwei Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt im ganzen Kaukasus. Baku ist vieles: Verkehrsknotenpunkt, Wirtschafts- und Kulturzentrum mit mehreren Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen. Aber fussballfanatisch ist die Stadt an der Westküste des Kaspischen Meeres definitiv nicht.

«Wenn man vom Trainingsgelände zum Hotel fährt, dann sieht man nichts. In Russland war das ganz anders, da hingen überall Flaggen. Hier in Baku fühlt es sich an, wie wenn es ein nomales Qualifikationsspiel wäre», sagt Mittelfeldspieler Remo Freuler.

Endlich dürfen wieder Fans ins Stadion. Remo Freuler hofft, dass dann immerhin doch noch etwas Stimmung aufkommt. Dass diese dann aber ähnlich ist, wie es sich Freuler von der Serie-A in Italien gwohnt ist, ist zu bezweifeln. In Atalanta Bergamo ist der 29-Jährige, der im Glarnerischen Ennenda zur Welt kam, zum unverzichtbaren Spieler gereift. Und auch in der Nati, neben Granit Xhaka ist Freuler im defensiven Mittelfeld gesetzt. «Wir hatten in den letzten Jahren viele Spiele zusammen, das hilft natürlich», meint Remo Freuler, der beim FC Hinwil und FC Winterthur seine Juniorenzeit verbrachte.

Anpfiff zum ersten EM-Matsch Schweiz gegen Wales in Baku – schlechte Stimmung hin oder her – ist am Samstag um 15.00 Uhr. (dna/md)

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    Erstellt am: 11. Juni 2021