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Beschleunigung

Regierungsrat Martin Neukom erklärt das Beschleunigungsverfahren. (Quelle: YouTube)

Patrick Vogt

Kanton Zürich will schneller neue Solaranlagen

Die Zürcher Baudirektion unterstützt den Zubau von Solaranlagen. Sie will deshalb unter anderem das Meldeverfahren auf Solaranlagen an Fassaden sowie auf freistehende Solaranlagen ausweiten. Vom Meldeverfahren profitieren auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Die Vorschläge sind nun in der Vernehmlassung.

Bei Solaranlagen werde in den kommenden Jahren eine deutliche Steigerung der jährlichen Zubauraten erwartet, heisst es in einer Mitteilung der Zürcher Baudirektion. Es sei daher aus Sicht sowohl der Bauwilligen und der involvierten Unternehmen als auch der zuständigen Behörden wichtig, dass die nötigen Verfahren nicht nur korrekt, sondern auch speditiv ablaufen. Das Beschleunigungspotential der bestehenden Verfahren müsse ausgeschöpft werden.

Ausweitung Meldeverfahren auf weitere Solaranlagen

Um den Bau neuer Solaranlagen zu beschleunigen, beschloss der Bundesrat am 3. Juni 2022 verschiedene Änderungen der Raumplanungsverordnung. Unter anderem wurden die Bedingungen gelockert, unter denen Solaranlagen auf Dächern im Meldeverfahren errichtet werden können. Das Meldeverfahren gilt neu auch für aufgeständerte Solaranlagen auf Flachdächern.

Zürich geht weiter als Bund

Die Zürcher Baudirektion geht nun laut Mitteilung noch einen Schritt weiter und will in den meisten Bauzonen das Meldeverfahren auf Solaranlagen an Fassaden sowie auf freistehende Solaranlagen ausweiten. Genügend angepasste Solaranlagen auf Dächern in Kernzonen sowie weiteren bis-lang ausgeschlossenen Gebieten sollen zudem künftig ebenfalls im Meldeverfahren realisiert werden können, sofern sie kein Schutzobjekt tangieren. Sogenannte «Plug & Play»-Solaranlagen («Balkonkraftwerke») sollen gänzlich von der Bewilligungspflicht befreit werden, was schon der heutigen Praxis entspricht. Die Verordnungsänderung wird ausserdem zum Anlass genommen, bestimmte Typen von E-Ladestationen dem Meldeverfahren zu unter-stellen.

Inkraftsetzung Anfang 2023

Der Vorschlag, bestimmte Typen von Wärmepumpen dem Meldeverfahren zu unterstellen, war schon zu einem früheren Zeitpunkt in Vernehmlassung. Die entsprechende Vorlage wurde aufgrund der eingegangenen Rückmeldungen überarbeitet. Das Meldeverfahren für Wärmepumpen soll gleichzeitig mit den nun vorgeschlagenen Verfahrensanpassungen beschlossen und auf Anfang 2023 in Kraft gesetzt werden. (vop)

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