Das Wolfsrudel Kärpf hat innert vier Monaten zehn Nutztiere gerissen. (Symbolbild: Keystone-SDA)

Wolfsregulierung

Kanton Glarus blitzt beim Bund ab

Der Kanton Glarus darf nicht in das Wolfsrudel Kärpf eingreifen. Der Bund hat ein entsprechendes Gesuch des Kantons abgelehnt. Er begründet dies mit ungenügendem Herdenschutz. Glarus bedauert den Entscheid.

Der Kanton Glarus hat am 21. September 2021 ein Gesuch beim Bund eingereicht, um das Wolfsrudel Kärpf zu regulieren. Nach Ansicht des Kantons hatte das Rudel innerhalb von vier Monaten zehn Nutztiere aus geschützten oder nicht zumutbar schützbaren Situationen gerissen. Der Bund war jedoch anderer Meinung, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt.

Eingriff ins Rudel abgelehnt

Der Bund beanstandete, dass bei einem der drei Wolfsangriffe der Herdenschutz ungenügend gewesen sei. Somit könnten die dort gerissenen Nutztiere für die Wolfsregulation nicht angerechnet werden, wie der Bund in einer entsprechenden Mitteilung schreibt. Deshalb darf der Kanton Glarus nicht in das Wolfsrudel Kärpf eingreifen. Glarus bedauert diesen Entscheid – ursprünglich sollten drei der sechs Jungtiere reguliert werden, schreibt der Kanton. (kus)

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    Erstellt am: 14. Oktober 2021