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Absturz

Im Gebiet Tieregg verunglückte der Basejumper. (Bild Kapo SG)

Daniel Krähenbühl

In Walenstadtberg verunglückt ein Basejumper

Ein 31-jähriger Basejumper ist am Samstagabend in Walenstadtberg SG tödlich verunglückt. Der Ukrainer mit Wohnsitz in Dubai wollte vom Startplatz «Sputnik» oberhalb des Walensees in Richtung Walenstadt fliegen. Obwohl es immer wieder tödliche Unfälle gibt, steht ein Verbot nicht zur Debatte.

Der Absprungort «Sputnik» auf dem Hinterrugg ist bei Basejumpern beliebt. Weil die Schweiz eines der wenigen Länder ist, in denen diese Risikosportart erlaubt ist, pilgern Basejumper aus der ganzen Welt zu den Hotspots im Lauterbrunnental im Berner Oberland oder auf den Churfirsten. Immer wieder gibt es dabei auch tödliche Unfälle.

 

Der letzte ereignete sich am vergangenen Samstagabend oberhalb des Walensees. Ein 31-jähriger Basejumper wollte vom Startplatz «Sputnik» Richtung Walenstadt fliegen. Im Gebiet Tieregg prallte der Ukrainer gegen Naturhindernisse und stürzte danach rund 300 Meter ab, wie die St. Galler Kantonspolizei am Montag mitteilte. Der Rega-Arzt konnte nur noch den Tod des Basejumpers feststellen. Auch Spezialisten der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei rückten zum Unglücksort aus.

Kein Verbot

Auf kantonaler und nationaler Ebene gab es schon mehrere Vorstösse für ein Verbot von Basejumping und Wingsuit-Sprüngen. Sie blieben aber alle erfolglos. «Absolut betrachtet ist die Anzahl der beim Basejumping tödlich verunfallten Personen im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten, beispielsweise dem Bergsport, gering», schrieb der Bundesrat im November 2019 zu einer SP-Interpellation. Die meisten Unfälle würden sich in unwegsamem Gelände ereignen, womit eine Drittgefährdung marginal sei. 

 

Der Bundesrat wies zudem auf die Risiken eines Verbots hin. Erfahrungen in anderen Gebieten hätten gezeigt, dass zur Umgehung der Kontrollen vermehrt Sprünge in den Morgen- oder Abendstunden oder von «inoffiziellen» Sprungstellen durchgeführt würden. «Dies erhöht aufgrund der beeinträchtigten Sichtverhältnisse bzw. der weniger idealen Sprungstellen den Schwierigkeitsgrad der Sprünge und damit die Unfallwahrscheinlichkeit», so der Bundesrat. (dak/sda)

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