Im Glarnerland werden bis nächste Woche 800 neue Fälle erwartet. (Symbolbild: Keystone-SDA)

Ausgelastet

Glarus passt Contact-Tracing und Flächentests an

Der Kanton Glarus reagiert auf die hohen Corona-Fallzahlen. Ab sofort werden positiv getestete Personen per Mail statt mit einem Anruf informiert. Ausserdem werden die Massentests an den Schulen vorübergehend ausgesetzt

Die aktuelle Lage im Kanton Glarus sieht so aus: die Ansteckungszahlen entwickeln sich rasant. Die Verantwortlichen der Pandemie-Bewältigung rechnen damit, dass innerhalb von einer Woche von zwei Prozent der Glarner Bevölkerung ein positiver Test gemeldet wird. Das wären dann 800 infizierte Personen.

Am Kantonsspital ist die Lage jedoch noch einigermassen ruhig. In den Monaten November und Dezember mussten im Kanton Glarus rund 70 Personen aufgrund einer Covid-19-Erkrankung stationär behandelt werden. Zwei Drittel waren älter als 60-jährig.

Contact Tracing am Limit

Durch die sehr hohe Inzidenz ist das Contact Tracing kaum mehr in der Lage, alle Betroffenen innert nützlicher Frist persönlich zu kontaktieren. Daher stellt der Kanton um: positiv getestete Personen werden künftig mit einem automatisierten Mail informiert, statt wie bisher mit Anrufen und Gesprächen.

Als Sofortmassnahme wird zudem ein Speedtracing per Telefon eingeführt, damit die wichtigsten Fragen über die Verfügung für die Arbeitgeber und die wichtigsten Verhaltensregel zugestellt werden können.

Herausforderung Flächentests

Schweizweit sind die Labore am Anschlag. Das hat zur Folge, dass Flächentests kaum mehr nützen, wenn das Resultat nicht mehr zeitnah eintrifft. Glarus fokussiert deshalb die Massentests auf die Risikogruppen, also auf Gesundheitseinrichtungen und Altersheime. Daher könne es nötig werden, dass die Flächentests an den Schulen vorübergehend ausgesetzt werden müssen, teilt der Kanton mit. Man werde in den nächsten Tagen über das weitere Vorgehen entscheiden. (nfa)

Boostern!

Die Glarner Regierung ruft zum Boostern auf: Rund 30 Prozent der Glarner Bevölkerung haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Kapazitäten seien nach wie vor vorhanden beim Impfzentrum. Man bekomme sehr rasch einen Termin. Das Kantonsspital bietet Firmen nach wie vor an, für grössere Impfaktionen mit dem Impfmobil vorbeizukommen.

Erstellt am: 14. Januar 2022