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Aus der Traum

Lindrit Kamberi (rechts) gegen Karabachs Torschütze Kady. (Bild: Keystone-SDA)

Patrick Vogt

FC Zürich scheitert in Champions-League-Quali

Zürichs Traum von den Champions-League-Millionen ist geplatzt. Der Schweizer Meister kommt im Rückspiel gegen Karabach nicht über ein 2:2 nach Verlängerung hinaus und scheitert mit dem Gesamtergebnis von 4:5. Europa League, Conference League oder nichts, das ist nun die Frage.

Vor gut 10'000 Zuschauer rettete sich der FCZ in der fünften Minute der Nachspielzeit dank dem ersten Stürmertor der Saison durch Ivan Santini in die Verlängerung. Doch der überschwängliche Jubel kam zu früh: Ein Ballverlust beim Mittelkreis leitete in der achten Minute der Verlängerung das entscheidende 2:2 durch Karabachs Owusu ein.

Weil der FCZ kein zweites Mal zu keiner Reaktion mehr fähig war und den ersten Saisonsieg ein weiteres Mal verpasste, zerschlug sich der Traum von der Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League bei erster Gelegenheit.

Zwei weitere Chancen für Europa

Offen ist nun, ob sich der FCZ noch für die Europa League oder die Conference League qualifizieren kann, oder ob er in der Saison 2022/23 in gar keinem europäischen Wettbewerb vertreten ist. Einen Sieg aus den nächsten zwei Runden benötigt er für die Teilnahme an der Gruppenphase der drittklassigen Conference League, deren zwei, um sich für die Europa League zu qualifizieren. Nächster Gegner ist der nordirische Klub Linfield, der sein Rückspiel bei Bodö/Glimt in Norwegen mit 0:8 verlor.

Nach der deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit in Baku stieg der FCZ trotz der Hypothek aus dem Hinspiel selbstbewusst ins zweite Duell. Und tatsächlich präsentierte sich zu Beginn ein ganz anderes Bild als vor einer Woche, als der FCZ zu Beginn gehörig unter Druck geraten war. Nun waren die Zürcher, die in der Abwehr munter zwischen Dreier-, Vierer- und Fünferkette wechselten, zu Beginn klar spielbestimmend. Wobei Captain Blerim Dzemaili das Geschehen verletzungsbedingt von der Tribüne aus verfolgte.

Bereits nach dreieinhalb Minuten hatte der FCZ den Rückstand aus dem Hinspiel unter Mithilfe von Karabachs Hintermannschaft ausgeglichen. Antonio Marchesano bediente im Mittelfeld Fabian Rohner auf dem rechten Flügel, dessen flache Hereingabe lenkte Karabachs erfahrener Captain Maxim Medwedew ins eigene Tor, noch bevor das Spiel einen Torschuss verzeichnet hatte.

Frühe Führung, spätes 2:1

Diesmal war es aber der Gegner, der nach anfänglichen Problemen an den richtigen Schrauben drehte. Nach den ersten 25 Minuten verlief die Partie ausgeglichen, Karabachs Konter sorgten jetzt aber für die meiste Torgefahr. Ein solcher führte nach 56 Minuten auch zum fatalen 1:1 durch den Brasilianer Kady, der schon im Hinspiel getroffen hatte. Adrian Guerrero versäumte es dabei, die Situation zu klären, als der Ball im Strafraum vor seinen Füssen landete.

Als das Champions-League-Aus des FCZ immer näher rückte, schlug das Pendel noch einmal um. Der aus Saudi-Arabien gekommene Kroate Ivan Santini stand bei einem der letzten verzweifelten Vorstösse des Heimteams goldrichtig und traf - aus abseitsverdächtiger Position - zum 2:1 im Spiel und zum 4:4 im Gesamtskore. Wiederum schafften es die Zürcher in der Verlängerung nicht, nachzulegen. Als erfreuliche Randnotiz blieb, dass Becir Omeragic in der 119. Minute nach überstandener Meniskusverletzung zu einem ersten Kurzeinsatz kam. (sda/vop)

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