Franz und Markus Mörgeli vor umgestürztem Baum. (Bild: Strickhof Fachstelle Obst)

Solidarität

Familienbetrieb Mörgeli bekommt neue Bäume

Das Sturmtief «Bernd» hat zahlreiche Zürcher Obstanlagen in Mitleidenschaft gezogen. Besonders hart getroffen wurde der Familienbetrieb Mörgeli in Aesch bei Birmensdorf. Die Hilfsbereitschaft ist gross. Nun hat der Betrieb ein Spendenkonto eingerichtet.

Die Schäden auf dem Obst- und Gemüsebetrieb Mörgeli in Aesch im Zürcher Limmattal sind drastisch. Das Sturmtief «Bernd» hat am frühen Dienstagmorgen, 13. Juli 2021, die zwei Hektaren grosse Apfelanlage zerstört. Alle 8000 Apfelbäume sind gebrochen und nicht mehr zu retten. Die Anlage hätte in diesem Jahr zum ersten Mal einen grösseren Ertrag gebracht. Dies, nachdem sie drei Jahre lang intensiv gepflegt wurde.

«Jetzt beginnen wir eigentlich wieder bei null»

Markus Mörgeli
 

Der rund 150 Jahre alte Wasserbirnenbaum, der schon unzählige Stürme überstanden hatte, fiel «Bernd» ebenfalls zum Opfer und begrub die Hagelnetzkonstruktion unter sich. Zudem wurden die Gemüsekulturen vom Hagel arg in Mitleidenschaft gezogen.

«Für unseren Betrieb ist das ein immenser Schaden»

Markus Mörgeli
 

Zurück bleibt neben dem riesigen Schock eine gewaltige finanzielle Lücke. Zwar ist die Hagelnetzkonstruktion versichert, die Bäume sind es allerdings nicht. «Beim Obst kann man die Bäume nur auf Hagelschlag versichern, aber nicht auf Bruch», erklärt Markus Mörgeli. Allein bei 8000 Apfelbäumen in der neuen Anlage beläuft sich der Schaden auf 175‘000 Franken.

Der Familienbetrieb Mörgeli durfte bereits auf grosse Solidarität zählen und dankt dafür herzlich. Die Familie Mörgeli wird unterstützt von Berufskollegen, aber auch aus der Umgebung: «Wir bekommen viel Unterstützung von Leuten aus dem Dorf und vom Zivilschutz.» Es meldeten sich auch viele Leute, die einen Baum spenden wollten. Deshalb hat die Familie Mörgeli ein Spendenkonto eingerichtet. Mit einem Beitrag von zehn Franken kann beispielsweise bereits ein Jungbaum finanziert werden. (dak)

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    Erstellt am: 22. Juli 2021