Wegen der Planungsunsicherheit kann das Knabenschiessen 2021 nicht im bekannten Stil durchgeführt werden. (Bild: Keystone-SDA)

Knabenschiessen light

«Es ist uns schwer gefallen»

Nach der Absage im letzten Jahr gibt es auch 2021 kein Knabenschiessen im herkömmlichen Rahmen. Wie die Organisatoren am Freitag in einer Mitteilung schreiben, wird als Alternative der «Schützenkönig der Schützenkönige» gesucht.

Das grösste Zürcher Volksfest, das Knabenschiessen, musste wegen Corona schon im letzten September abgesagt werden. «Drei Monate vor dem Grossevent ist die Deadline, wo wir im OK entscheiden müssen, ob es durchgeführt werden kann. Mit 4000 Teilnehmenden und 800'000 Besucherinnen und Besuchern haben wir jeweils eine enorme Menschenmasse. Die Durchsetzung der Schutzmassnahmen hätte nicht garantiert werden können. Es ist uns schwer gefallen, aber die Sicherheit geht vor», sagt Claudio Gick, Vizeobmann und Chef OK im Interview mit Radio Zürisee.

Ein Novum als Alternative

Im Zürcher Albisgüetli kommt es nun zu einer Premiere. Alle bisherigen Schützenköniginnen und Schützenkönige werden eingeladen, beim «Ausstich der Königinnen und Könige» mitzumachen. «So erküren wir generationsübergreifend den besten Schützen aller Zeiten», sagt Gick weiter. «Wir rechnen mit 20 bis 40 ehemaligen Gewinnern, die mitmachen. Da kann es gut sein, dass ein 60 oder 70-Jähriger antritt. Wir freuen uns auf dieses Novum.»

Sackmesser statt Gabentisch

Auf den legendären Gabentisch wird verzichtet. «Wir möchten allen Teilnehmenden ein Geschenk mit Symbolcharakter geben. Vielleicht ein Sackmesser mit dem Aufdruck ‘Corona-Knabenschiessen 2021’.» Die Schützengesellschaft der Stadt Zürich und das OK hofft, dass das Knabenschiessen 2022 wieder «normal» durchgeführt werden kann.

Ehemalige gesucht

Das Ok wünscht sich, dass möglichst viele ehemalige Schützenköniginnen und Schützenkönige beim «Ausstich der Ausstiche» mitmachen. Bis Ende Juni kann man sich melden unter 044 462 99 55 oder [email protected] (tim/md)

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    Erstellt am: 11. Juni 2021