Haben sich für den «Song der Woche» zusammengetan: Alvaro Soler und Ray Dalton

Neue Songs bei uns

Ein verspäteter Sommerhit und Musik aus dem Jenseits

Bei all der neuen Musik, die regelmässig auf uns einprasselt, kann man schnell mal den Überblick verlieren. Nicht so unser Musikchef Roger Rhyner: Die folgenden Songs legt er euch diese Woche ans Herz...bzw. aufs Ohr.

Ray Dalton x Alvaro Soler - Manila (Song der Woche)

ABBA - Just A Notion

Prince - Do Me, Baby (Demo)

Kygo feat. X Ambassadors – Undeniable

Anna Rossinelli - Somebody Like You

Christina Aguilera, Becky G, Nicki Nicole feat. Nathy Peluso - Pa Mis Muchachas

Nathan Evans - Ring Ding (A Scotsman's Story)

Dean Lewis - Looks Like Me

Josh. - Kein Eis

Bastille - No Bad Days

Ray Dalton X Alvaro Soler «Manila»

«Can’t Hold Us» mit deutscher, japanischer Latinmusik

Für einen Sommerhit ist es ein bisschen spät, aber das hat Alvaro Soler noch nie interessiert. Immer wenn ein neues Soler-Album erscheint, wird ein Song ab dem Album ein Sommerhit. Für seine neuste Single hat der gebürtige Spanier, der sieben Jahre in Tokio gelebt und dort eine deutschsprachige Schule besucht hat, keinen Geringeren, als Ray Dalton ins Boot geholt, der mit seinem Überfliegerhit «Can’t hold us» (zusammen mit Ryan Lewis und Macklemore) ebenfalls ein Garant für Hits ist. Und ein bisschen Schweizer Colour gibt es bei diesem Song auch: Ray Dalton stammt nämlich aus San Bernardino, allerdings San Bernardino in Kalifornien, wo ja auch ab und zu die Sommer-Soler-Sonne scheint.

 

ABBA «Just A Notion»

Neuer ABBA-Song aus dem Jahre 1978

Ganz so neu ist er nicht, der ABBA-Song «Just A Notation». Aufgenommen wurde er zum ersten Mal 1978, allerdings wurde er damals nicht veröffentlicht. Somit haben die Fans bereits das dritte musikalische Puzzle-Teil des neuen Albums «Voyage», das am 5. November erscheinen wird. Gespannt bin ich auch auf die virtuelle Konzertshow der schwedischen Kultband, in der sie als 3D-Avatare auf einer eigens dafür konzipierten Bühne zu sehen sein werden…hoffentlich in diesen herrlich schrillen Kleidern von damals.

 

Prince «Do Me, Baby (Demo)»

Unveröffentlichte Musik vom himmlischen Prince

Wenn der Meister musiziert, werden die harfenspielenden Engel im Himmel neidisch. Vor genau 40 Jahren veröffentlichte Prince sein Album «Controversy». Nun hat sein Nachlassverwalter eine bisher unveröffentlichte Demo-Version eines Songs von dazumal veröffentlicht: «Do Me Baby», eines der zentralen Werke des Albums, ist nun in einer Demoversion zu hören, die Prince Jahre vor der Veröffentlichung alleine in seinem Studio aufnahm. Ach, wie er mir fehlt… der Sound vom kleinen Prince… Aber zum Glück hat er ja in mehreren Interviews vor seinem Tod immer wieder erwähnt, dass er noch über 500 unveröffentlichte Songs habe. Da wird also noch einiges «nach-princeln»…

 

Kygo feat. X Ambassadors «Undeniable»

Norwegischer Bumbum-Sound gepaart mit Alternative-Rock

Eigentlich sind die X Ambassadors bekannt für knackigen Gitarrensound. Ihr neustes Werk ist jedoch eine Zusammenarbeit mit dem norwegischen DJ Kygo, wovon sie sich vermutlich mehr Charts-Chancen ausrechnen, denn Kygo hat in den letzten drei Jahren immerhin zehn Singles in die Schweizer Charts gepusht. Zugegeben, viel von den Brooklyner Ambassadors ist nicht mehr zu hören, dafür ist der Song wunderschön tanzbar.

 

Anna Rossinelli «Somebody Like You»

Coole 80er-Jahre-Sound aus Basel

Wenn es Anna nicht gäbe, müsste man sie erfinden. An vielen Konzerten hat sie das Zürisee-Publikum schon mit ihrer frischen, lebendigen Art begeistert. Auch ihre neuste Single klingt vielversprechend: Mit wunderbarem 80er-Jahre Dancefloor-Sound a la «The Weeknd» wird die 34-jährige Baslerin noch so manches Füdli zum Schwingen bringen. Im Song singt Anna von Träumen, Herzschmerz und der verzweifelten Suche nach jemandem, der sie liebt.

 

Christina Aguilera, Becky G, Nicki Nicole feat. Nathy Peluso «Pa Mis Muchachas»

Exotischer Latinsound von Christina Aguilera

Anfang Woche postete die fünffache Grammy-Preisträgerin auf ihren Social-Media-Kanälen, dass neue Musik von ihr erscheinen wird. Dass die Sängerin mit der unglaublichen Stimme jedoch das Genre in Richtung Latinsound wechseln würde, dass hätte wohl niemand für möglich gehalten. Obwohl ihre Stimme keine Unterstützung benötigen würde, hat sich die 41-jährige New Yorkerin drei lateinamerikanische Chicas geschnappt und trällert nun mit ihnen zusammen den Song «Für meine Mädchen» – «Pa mis Muchachas», auf das auch bei uns der Spätsommer diesen Lockruf bitte noch einmal höre!

 

Nathan Evans «Ring Ding (A Scotman's Story)»

Wenn der schottische Pöstler zweimal klingelt

Seit sein Wellerman-Song auf Tiktok durch Klicks zum Welthit wurde, muss Nathan Evans keine Post mehr austragen. Er hat seinen Pöstlermantel an den Nagel gehängt und singt jetzt schottische Seemannslieder. Seine neuste Single «Ring Ding» klingt nach traditioneller Schottlandmusik, wie sie in jedem schottischen Pub gesungen wird…zumindest stelle ich mir das so vor.😉

 

Dean Lewis «Looks Like Me»

Australischer Beziehungskrisen-Song

Für seine Ballade «Be alright» hat der 34-jährige Australier Dean Lewis weltweit unglaubliche 73 Platinauszeichnungen erhalten! Der gelernte Tontechniker, der eine Zeit lang beim australischen Fernsehen gearbeitet hat, singt in seinem neusten Song über eine toxische Beziehung und wie man sich aus so einer erdrückenden und belastenden Situation befreien kann. Songwriting vom Feinsten, edel, zerbrechlich und doch wunderschön.

 

Josh. «Kein Eis»

Kein Glace-Essen mit Cordula Grün

Spätestens seit seinem Festhüttenhit «Cordula Grün» ist der Österreicher Josh. bekannt für seine witzigen Texte. Wer das zweite Album «Teilzeitromantik» des Amadeus-Gewinners hört, der kommt um ein Schmunzeln nicht herum. Genauso verhält es sich bei seiner neusten Single «Kein Eis». Dass Josh. auch live ein Garant für gute Stimmung ist, hat er diesen August beim Stadt-Open-Air «Sound of Glarus» gezeigt.

 

Bastille «No Bad Days»

Bastille verschmelzen die reale Welt mit der virtuellen

Am 4. Februar erscheint «Give Me The Future», das neue Album der Londoner Band Bastille. Der Albumtitel beschreibt auch den Sound der neuen Scheibe: Science-Fiction-Basslines verschmelzen mit Raumschiffsound und elektronischen Beats. Ein erstes Müsterchen davon ist ihre neue Single «No Bad Days», in welcher Leadsänger und Songrwiter Dan Smith im Videoclip eine Roboterfrau zum Leben erweckt.

Erstellt am: 22. Oktober 2021