Noch fahren alle VZO-Buslinien - doch die Zeiger stehen auf fünf vor 12. (Bild: VZO)

Krisenplan in der Schublade

Die VZO sind parat für den Omikron-Notfall

Die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland AG VZO befürchtet demnächst einen Personalengpass. Wegen der vielen Corona-Neuansteckungen könnte es noch im Januar zu wenig gesunde Chauffeure und Chauffeusen haben. Die VZO sind jedoch vorbereitet.

Aktuell würden die Busse noch normal fahren, doch die Lage sei angespannt, so die VZO. Nebst den üblichen Krankheits- und Unfallabsenzen fallen im Moment nur eine Handvoll Mitarbeitende wegen Corona aus. Doch das könnte sich schnell ändern. Einzelne Busausfälle, oder sogar die Ausdünnung des Fahrplans sind nicht ausgeschlossen.

Mit vereinten Kräften

Ziel sei, den Fahrplan so lange wie möglich zu fahren. Deshalb würden Mitarbeitende auf Ferien- oder Freitage verzichten, teilen die VZO mit. Teilzeitmitarbeitende erhöhen ihr Pensum. Kürzlich pensionierte Chauffeure, Mechaniker und Bürolisten mit den entsprechenden Fahrlizenzen könnten einspringen und geplante Weiterbildungstage abgesagt werden.

Insgesamt könnten die VZO so um die 25 zusätzliche Fahrerinnen und Fahrer innert Tagesfrist organisieren, ohne den Fahrplan reduzieren zu müssen.

Fahrplanreduktion als Ultima Ratio

Würden mehr als 20 Prozent der Belegschaft gleichzeitig ausfallen, würde es kritisch. Dann müsste der Fahrplan reduziert werden. Im Extremfall müssten ganze Buslinien komplett eingestellt werden.

«Alle Pläne liegen in der Schublade bereit, für den Fall der Fälle», teilen die VZO mit. Man hoffe aber, dass sie für immer dortbleiben. (nfa)

Erstellt am: 14. Januar 2022