Das Wort «Mohrenkopf» am Neumarkt, wird in der Stadt Zürich nicht mehr akzeptiert. (Bild: zvg. Stadt Zürich)

Umstrittene Denkmäler

Die Stadt Zürich setzt ein Zeichen gegen Rassismus

Ausgrenzung und Diskriminierung werden in Zürich nicht toleriert. Der Stadtrat entfernt deshalb problematische Zeitzeichen.

Eine Expertengruppe hat in den letzten Monaten mehrere Objekte geprüft, welche rassistische oder diskriminierende Wirkung haben könnten. Der Stadtrat will, dass solche Zeitzeichen im öffentlichen Raum verschwinden.

Anlass dazu waren zahlreiche Schreiben aus der Bevölkerung, die forderten, drei Inschriften und ein Wandbild mit Bezug zu Rassismus zu entfernen.

Niederdorf besonders betroffen

So sollen, laut Mitteilung des Stadtrats, zum Beispiel Hausnamen-Inschriften bei zwei städtischen Liegenschaften im Niederdorf entfernt werden. Weiter soll die Bezeichnung auf einer Plakette an der Predigergasse 15 angepasst werden. Auf allen betroffenen Liegenschaften steht das Wort «Mohrenkopf».

Aufarbeitung weiterer Objekte

Es gibt aber auch Objekte, die beispielsweise aufgrund ihrer Grösse, ihres historischen Kontexts oder anderer Interessen, nicht entfernt werden können oder deren Problematik sich erst vor dem Hintergrund historischen Wissens eröffnet. Solche Denkmäler erfordern eine Aufarbeitung in Form sichtbarer Texte oder einer künstlerischen Erweiterung.

Hier den kompletten Beitrag hören:

0:00

    Erstellt am: 08. April 2021