Grosse Apfelbäume sollen in Wetzikon wieder mehr Platz bekommen. (Bild: Keystone-SDA)

Grün, grüner, Wetzikon

Die Stadt zahlt für neue Bäume

Die Stadt Wetzikon will Obstgärten und einheimische Bäume erhalten. Sie startet deshalb ein Baumförderprogramm.

Der Stadtrat Wetzikon hat für das Baumförderprogramm 2022 – 2024 einen Rahmenkredit über 138'000 Franken bewilligt. Landeigentümerinnen und Landeigentümer sowie Landwirtinnen und Landwirte erhalten somit weiterhin Fördergelder für den Erhalt von Obstgärten und wertvollen Einzelbäumen. Im Siedlungsraum setzt die Stadt zusätzlich Anreize für die Neupflanzung von Bäumen auf Privatgrund.

Wo sind die Bäume hin?

Noch in den 1960er-Jahren prägten Obstgärten die Landschaft rund um Ober- und Unterwetzikon, Medikon, Robenhausen und Ettenhausen. Die Siedlungsentwicklung und der Wandel in der Landwirtschaft führten dazu, dass die traditionellen Obstgärten überbaut wurden. 

Grundstücke werden heute wirtschaftlich optimal ausgenutzt und mit Tiefgaragen unterbaut. Dies führt dazu, dass bestehende Bäume weichen müssen und bei Neubauprojekten kaum noch genügend grosse Flächen für Bäume vorhanden sind. Die stattdessen gepflanzten Kleinbäume und Sträucher können den Nutzen von grossen Bäumen für Insekten, Vögel und Kleinsäuger nicht aufwiegen.

Zudem spenden grosse Bäume Schatten entlang der Strassen, auf Plätzen sowie in den Gärten und sorgen so für ein angenehmes Klima, so der Stadtrat.

Bereits 700 neue Bäume gepflanzt

Das Baumförderprogramm von Wetzikon stützt sich auf die Erfahrungen, die im Rahmen der früheren Bauminitiative für den Erhalt von Bäumen und von Neupflanzungen gesammelt wurden. «Mit dieser Initiative konnten zwischen 2009 und 2018 mehr als 700 Bäume auf dem Stadtgebiet gepflanzt werden», sagt Pascal Bassu, Stadtrat Tiefbau + Energie.

Nach dreijährigem Unterbruch fördert die Stadt Wetzikon Baumpflanzungen von Privatpersonen im Siedlungsgebiet wieder. Das Förderprogramm ist vorerst auf drei Jahre befristet. (nfa)

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    Erstellt am: 20. September 2021