Der Widerstand an den geplanten Standorten war gross. (Bild: dak)

Zürcher S-Bahn

Die Abstellanlagen werden neu aufgegleist

Der Kanton Zürich krebst bei der Standortsuche für die Service- und Abstellanlagen für die Zürcher S-Bahn zurück. Nach teils heftiger Kritik aus den betroffenen Regionen werden die vorgeschlagenen Standorte aus einer laufenden Richtplanteilrevision herausgelöst und unter Einbezug von Gemeinden und Bevölkerung neu beurteilt.

Die Zürcher S-Bahn soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Zu den zahlreichen grossen Infrastrukturprojekten gehören unter anderem «MehrSpur Zürich – Winterthur» oder die Erweiterung des Bahnhofs Stadelhofen. Der Bund beteiligt sich mit fünf Milliarden Franken. Dank der zusätzlichen Linien und Verbindungen lassen sich Engpässe beseitigen. Für den Ausbau des Angebots der Zürcher S-Bahn werden aber auch eine neue Service- und drei Abstellanlagen benötigt.

Der Widerstand hat gewirkt

Die von den SBB und dem Kanton Zürich vorgeschlagenen Standorte für den Bau von neuen Bahnanlagen in Bubikon, Hombrechtikon und Eglisau sind bei den betroffenen Gemeinden auf wenig Gegenliebe gestossen. Aufgrund der Rückmeldungen wolle man den Variantenfächer nun noch einmal öffnen, heiss es am Dienstag an einer Medienkonferenz.

«Wir brauchen diese Infrastrukturen.»

Regierungsrätin Carmen Walker Späh

Wie Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) und Baudirektor Martin Neukom (Grüne) sagten, sollen die möglichen Standorte noch einmal neu evaluiert werden. Dabei sollen die Standortgemeinden und die Bevölkerung verstärkt einbezogen werden. Nebst den bisher vorgesehenen Standorten sollen mögliche Alternativen geprüft werden.

«Wir gleisen die Abstellanlagen neu auf.»

Regierungsrat Martin Neukomm

Die drei Standorte werden deshalb aus der laufenden Richtplanteilrevision 2020 herausgelöst. Mit einer erneuten öffentlichen Auflage ist in rund zwei Jahren zu rechnen. Ziel seien breit abgestützte Bestvarianten. Der Planungs-, Bewilligungs- und Realisierungsprozess hat einen langen Zeithorizont. Die Inbetriebnahme der Service- und der ersten Abstellanlage ist erst anfangs des nächsten Jahrzehnts vorgesehen. (dak)

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    Erstellt am: 14. September 2021