Videoschiedsrichter in Volketswil. (Bild: Keystone-SDA)

Schiedsrichter

Der VAR hat sich in der Super League bewährt

Seit zwei Jahren gibt es auch in der Schweizer Fussball-Meisterschaft den Video Assistant Referee (VAR). Die Schiedsrichter haben kurz vor dem Start der neuen Saison eine positive Bilanz gezogen.

Ein Schiedsrichter-Pfiff löst oft Emotionen aus. Von Freude bis Unverständnis ist alles dabei. Seit zwei Jahren werden die Schiedsrichter auf dem Feld von Videoschiedsrichtern in Volketswil unterstützt. Mit den ersten beiden Jahren VAR ist der beim Fussballverband für Schiedsrichter zuständige Cyril Zimmermann sehr zufrieden. Es habe einzelne Fehlentscheide gegeben, das lasse sich nicht wegdiskutieren. «Aber über das Ganze gesehen war es ganz ok.»

Auch Dani Wermelinger, Chef Spitzenschiedsrichter, streicht die Vorteile des VAR heraus. Der Schiedsrichter und die Assistenten nähmen jedes Hilfsmittel entgegen, damit ein Fehlentscheid nicht stehen bleibe.

«Bei Tätlichkeiten schreiten wir gnadenlos ein»

Cyril Zimmermann, Elite Referee Manager SFV
 

Eine absolute Nulltoleranz für die Videoschiedsrichter sieht Zimmermann bei den Tätlichkeiten. Wenn eine solche abseits vom Spielgeschehen passiere, dann könne das der Schiedsrichter nicht sehen. Und dann sei es Aufgabe des VAR, gnadenlos einzuschreiten.

Mit der neuen Saison kommen auch die Fans wieder zurück in die Stadien. Die Schiedsrichter freuen sich darauf, spüren dadurch aber auch wieder einen stärkeren Druck. Dreiminütige Spielunterbrüche für eine VAR-Konsultation würden für Unruhe im Stadion sorgen. «Das können wir uns nicht leisten», so Zimmermann. (dak)

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    Erstellt am: 22. Juli 2021