Mann trägt Bart; Besonders während den Playoffs spriessen die Bärte in den Hockeystadien. Auch bei Fabian Maier (links) und Andrew Rowe von den SCRJ Lakers. (Bild: Keystone-SDA)

Haarige Tradition

Der Playoff-Bart feiert Geburtstag

Er gehört in die Eishockey-Stadien wie das Amen in die Kirche; der Playoff-Bart. Eine haarige Tradition, die ihren Ursprung in Übersee hat.

Vollbart, Dreitagebart oder auch nur ein kleiner Flaum – die Eishockeyspieler lassen derzeit ihre Gesichtsbehaarung spriessen. Ästhetisch hinterfragt werden die Bärte nicht, es ist schliesslich Playoff-Zeit. Seit genau 41 Jahren gehören die Playoff-Bärte zur für viele Eishockey-Fans und –Spieler «schönsten Zeit des Jahres».

Entstanden ist die Tradition in der nordamerikanischen Liga NHL. Die beiden Schweden Stefan Persson und Anders Kallur standen damals in den Diensten der New York Islanders und waren mitten in einer Best-Of-7-Serie gegen die LA Kings. Bei den Reisen hin und her quer über den Kontinent, kombiniert mit dem ansonsten schon prallgefüllten Terminkalender, blieb das tägliche Rasieren auf der Strecke. Und Voila: Die ersten Playoff-Bärte waren Tatsache.

Vom Court in den Rink

Die beiden Schweden liessen sich dabei auch von einem berühmten Landsmann inspirieren. Tennis-Star Björn Borg  trat in den Jahren zuvor jeweils blank rasiert zum Grand-Slam-Turnier von Wimbledon an. Im Verlauf des Turniers liess er den Rasierapparat jedoch links liegen und liess seine Barthaare spriessen.

Der Erfolg gab ihm Recht: Zwischen 1976 und 1980 gewann er den Wimbledon-Titel fünf Mal in Folge. Grund genug für die Eishockey-Spieler, ihm nachzueifern – ebenfalls mit Erfolg. Am Ende der Saison feiern die  New York Islanders ihren ersten Stanley-Cup-Triumph. Und auch in den folgenden drei Jahren gewinnen sie die Meisterschaft. (dke)

 

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    Erstellt am: 07. April 2021