Mit dem neuen Selbstbestimmungsgesetz erhalten Behinderte mehr Freiheiten. (Symbolbild: Keystone-SDA)

Solidarität

Der Kanton Zürich ermöglicht Behinderten mehr Freiheiten

Mit einem neuen Gesetz können behinderte Menschen im Kanton Zürich mehr selber bestimmen. Der Regierungsrat plant dafür Millionen-Investitionen.

Für Menschen mit Behinderung sind Selbstbestimmung und Wahlfreiheit wichtig. Das ist gerade dann der Fall, wenn sie Beratung, Betreuung und Begleitung für die Lebensbereiche Wohnen, Tagesgestaltung oder Arbeiten benötigen.

Mit dem neuen Selbstbestimmungsgesetz wird die Voraussetzung geschaffen, Betroffene ihrem individuellen Bedarf entsprechend direkt zu unterstützen.

Vielfältiges Angebot

Wie der Zürcher Regierungsrat mitteilt, sollen behinderte Menschen wenn möglich selber bestimmen, wo und von wem sie betreut werden. Neu sollen Betroffene an eine Abklärungsstelle gelangen können, die ihren individuellen Bedarf an Begleitung und Betreuung im Alltag ermittelt.

Sie erhalten eine Leistungsgutschrift, die sie selbstbestimmend einsetzen können. Der Kanton sorgt zusammen mit ambulanten Organisationen und Institutionen für ein vielfältiges Angebot.

Mehrausgaben von 30 Millionen Franken

Um die Wahlfreiheit sicherzustellen, ist der Aufbau des ambulanten Bereichs und eines guten Beratungsangebotes nötig. Der Fokus liegt beim Wohnen. Die Institutionen spielen dabei weiterhin eine entscheidende Rolle. Die jährlichen Mehrausgaben für die Umsetzung werden auf bis zu 30 Millionen Franken geschätzt. (pol)

Erstellt am: 08. April 2021