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Drohung

Die Mitarbeitenden des Bodenabfertigers Swissport sind unzufrieden. (Symbolbild: Keystone-SDA)

Daniel Krähenbühl

Bodenpersonal könnte streiken

Weniger als einen Monat vor den Sommerferien lassen die Gewerkschaften eine Bombe platzen: Der Gesamtarbeitsvertrag mit dem Bodenabfertiger Swissport wird gekündigt. Für die Sommerferien wird am Flughafen Zürich mit Protestaktionen gedroht. Für das kommende Jahr wird auch ein Streik nicht ausgeschlossen.

Die Angestellten des Bodenabfertigers Swissport am Flughafen Zürich haben ihren Gesamtarbeitsvertrag (GAV) auf Ende 2022 gekündigt. Damit ist der erst vor gut einem Jahr ausgehandelte «Krisen-GAV» schon bald wieder Geschichte. Eine Fortführung des Krisen-GAV sei für die Mitarbeitenden unter den aktuellen Umständen nicht mehr zumutbar, erklärten die Gewerkschaften SEV-GATA, VPOD und KFMV in einem Communiqué.

 

Kampfmassnahmen in den nächsten Wochen für bessere Arbeitsbedingungen werden nicht ausgeschlossen. Mit der Kündigung vom GAV sei man zukünftig vom Streikverbot befreit, lautet die unverhohlene Drohung in der Mitteilung. «Erste Protestaktionen werden in den Sommerferien erwartet.» Die zwei Corona-Jahre hätten viel von den Swissport-Mitarbeitenden abverlangt, schrieben die Gewerkschaften.

 

Im Krisen-GAV hätten die Angestellten Lohneinbussen, längere Arbeitszeiten in Kauf genommen und auf Ferien- und Frei-Tage verzichtet. «Sie machten alles, um Swissport durch die Krise zu bringen.» Die Stimmung beim Bodenpersonal am Flughafen Zürich sei sprichwöchtlich am Boden.

Gewerkschaften werfen Swissport Wortbruch vor

Nun habe der Normalbetrieb wieder Fahrt aufgenommen. Deshalb sei es «höchste Zeit», auch bei den Arbeitsbedingungen zum Normalbetrieb zurückzukehren. Doch nach diversen Verhandlungen sei klar, dass Swissport nicht auf die Forderungen des Personals eingehen wolle.

 

«Wir wollen mindestens zurück zum GAV19, dem Gesamtarbeitsvertrag, der vor der Krise gegolten hat», sagte Gewerkschaftssekretärin Regula Pauli. Zudem verlange das Bodenpersonal einen Teuerungsausglich sowie eine Verbesserung bei freien Tagen. Swissport Zürich wolle aber nicht zurück zu den Vor-Corona-Anstellungsbedingungen. Das sei ein Wortbruch, den man nicht akzeptieren werde.

 

Swissport nimmt nur schriftlich Stellung. Man werde die aktuelle Situation und mögliche Szenarien bewerten. «Swissport Zürich bedauert den Entscheid der Verbände und wird den Dialog weiter aktiv aufrecht halten.» Die GAV-Verhandlungen würden im August fortgeführt. Ziel bleibe ein neuer Gesamtarbeitsvertrag per 1.1.2023. (dak/sda)

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