Die autonome Drohne der Uni Zürich (Bild: UZH)

Fix unterwegs

Autonome Drohne schneller als Profi-Piloten

Wenn es beim Drohnenfliegen um Schnelligkeit geht, so ist der Mensch bislang ungeschlagen. Nun hat die Universität Zürich UZH aber einen Algorithmus entwickelt, durch den eine autonom fliegende Drohne einen Rundkurs erstmals schneller absolvierte als Profi-Drohnenpiloten.

Der Algorithmus berechnet anhand von Wegpunkten die schnellste Flugbahn und berücksichtigt dabei auch die technischen Grenzen der Drohne. Diese Idee ist nicht grundsätzlich neu, wohl aber die nun erreichte Komplexität im Vergleich zu früheren Arbeiten, wie die UZH mitteilte.

Leistung lässt sich beliebig oft wiederholen

Die UZH-Drohne flog die experimentelle Rennstrecke schneller ab als zwei professionelle Drohnenpiloten. Die menschlichen Piloten konnten zuvor sogar noch auf der Strecke trainieren. Der Algorithmus ist im Vergleich zum Menschen zudem imstande, die erbrachte Leistung beliebig oft zu wiederholen, und zwar identisch.

Vielseitig anwendbarer Algorithmus

Ganz ausgereift ist die Technik noch nicht. Das Ausrechnen der optimalen Flugstrecke etwa beträgt derzeit noch bis zu einer Stunde. Zudem ist die Drohne dafür bisher auf externe Kameras angewiesen.

Grundsätzlich stimmt die Entwicklung aber optimistisch. «Der Algorithmus kann vielfach angewendet werden, etwa für Paketzustellungen mit Drohnen, für Inspektionen oder für Such- und Rettungsaktionen in Notlagen», so einer der beteiligten UZH-Wissenschaftler. (sda/vop)

Erstellt am: 21. Juli 2021